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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

nicht, daß ihnen von Seiten der Barone oder der Geistlichkeit Unbillzugefügt würdei). Sie genossen Freizügigkeit durch das ganze Reichs).Sie durften trotz der vielfach erlassenen kanonischen Gesetzenicht nur christliche Arbeiter bei ihren industriellen Unternehmungengebrauchen, sondern auch ganz frei Sklavenhandel treiben, Leibeigeneim Auslande kaufen und im Jnlande verkaufen. Es war den Geistlichenuntersagt, die Sklaven der Inden zur Taufe und dadurch zur Eman-zipation zuzulassen b). Den Juden zu Liebe wurden die Wochenmärktevom Sabbat auf den Sonntag verlegt^). Von der Geißelstrafewaren sie befreit, es sei denn, daß ihre eigenen Gerichtsbehörden sieüber die Schuldigen verhängten. Auch den barbarischen Ordalien-Proben durch Feuer und siedendes Wasser, die statt des Zeugen-beweises eingeführt waren, unterlagen die Juden nichts. Sie durftenunbeschränkt Handel treiben, nur mußten sie an den Fiskus eineSteuer davon zahlen und jedes Jahr oder jedes zweite JahrRechenschaft über die Einnahmen ablegen"). Juden waren auchSteuerpächter und hatten dadurch gegen ausdrückliche Bestimmungendes kanonischen Rechtes eine gewisse Gewalt über die Christen I.Ein eigener Beamte war dazu ernannt, unter dem Titel JudenmeisterlwuAmtsr ckuäasorum) über die Privilegien der Juden zu Wachen, da-mit sie von keiner Seite verletzt würden. Dieser Beamte hieß zuLudwigs Zeit Eberard^),

Man könnte versucht sein, zu glauben, diese auffallende Begünstigungder Juden von Seiten eines kirchlich-frommen Kaisers sei aus Handels-rücksichten geschehen. Der Welthandel, den Karl der Große augebahnthatte, und den die Räthe Ludwigs zur Blüthe bringen wollten, war

Z Hnia intsr nos vivant (änäasi) st rnaliAni sis ssss non äsbsinns,,!nso vitas, nss sanitati, vsl äivitiis sorain sontrs-rii. Agobard äs inso-llsntia. Inäasornin in dessen opsra. Lala? sp. I. p. 63.

2) Longnst, rssnsil äss lnstorisns äss Oanlss II. p. 649, SO.-

3) Agobard a. a. O. p. 61; Dbabani Ns-nri (richtiger ^nrolonis) spistols."sivs libsr sontra äuänsos (in der Sammlung von Chifslet soriptorain vs-tsrnrn guingas oxasonla, Dijon 16S6) s. 41; Dongnst das. IV. sbartasDnäovisi Dii Ho. 33 34.

Agobard das.. Nisroats., gnas in sabbatis solsbant iisri, trans-inntari ^inssspsrnnt (inissi rsZis) äissntss bos Ollristinnoruin ntilitati^roxtsr äisi äorninisi vasationsin sonArnsrs ns ss-bbntisinas.«ornrn (äuäasoruin) iinpsüirstnr.

Dougnst das.

°) Das.

Dbabani (^.inolonis) spistols,: gnoä gniäain ipsorarn (cknäasorain)in nonnaliis sivitatibus tslonarii inlioits oonsistantnr.

Agobard x. lUö. Dvsraräas gai änäasornin nnno. raaZistsr sst