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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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b. Abraham gestorben war, hatte die nächste Anwartschaft auf dieNachfolge ein Mar-Ahron (b. Samuel?) sowohl wegen seiner Ge-lehrsamkeit als auch deswegen,, weil er bis dahin als Oberrichterfungirt hatte. Nichtsdestoweniger wurde ihm ein Anderer vorgezogen,der ihm an Gelehrsamkeit nachstand und schon in der Jugend Mühehatte, sich im Talmudstudium zurecht zu finden, der Greis Josephb. Abba, und zwar aus dem Grunde, weil er der Mystik ergebenwar und man von ihm glaubte, der Prophet Elia würdige ihn seinesvertrauten Umganges. Eines Tages präsidirte dieser Joseph b. Abbaeiner öffentlichen Versammlung und rief in Verzückung aus:Machetdem Alten Platz, der jetzt eintritt!" Die Augen aller Anwesendenwaren auf den Eingang gerichtet und ehrfurchtsvoll wichen die zurRechten des Schulhauptes Sitzenden aus. Sie sahen aber Niemandeneintreten und waren dadurch um so fester überzeugt, daß der ProphetElia unsichtbar eingetreten sei, sich zur Rechten seines FreundesR' Joseph niedergelassen und dem Lehrvortrage beigewohnt habe.Niemand wagte seit der Zeit den Platz im Lehrhause neben dem Schul-haupte von Pumbadita einzunehmen, der durch Elia geehrt und ge-heiligt worden, und es wurde Brauch ihn leer zu lassen ^). Mar-Ahron aber wauderte, wahrscheinlich wegen der erfahrenen Zurücksetzung,nach Europa aus, vielleicht mit der Gesandtschaft, welche der ChalifeAlmamun an den Kaiser Ludwig den Frommen schickte^), und ließsich bei R' Kalonymos niederst, der damals wohl schon in Mainzwohnte. Als R' Joseph nach zweijähriger Funktion (81416) starb,und damals gerade ein Erdbeben verspürt wurde, glaubten die Frommennicht anders, als daß die Erde selbst sich ob dessen Tod entsetzte.Sein Nachfolger Mar-Abraham b. Scherira (816 828) warebenfalls ein Mystiker. Man erzählte sich von ihm, daß er aus demFlüstern von Dattelpalmen an- windstillen Tagen die Zukunft zudeuten vermocht habest. Während dieser Zeit fungirten mehrereSchulhäupter in Sura: Zadok (auch Isaak) b. Aschi (820-21),Hila't b. Chanina't (821 24) und Kimoj b. Aschi (824 27),von denen jedoch nichts weiter als ihre Namen und die Dauer ihrerFunktion bekannt sind. Nur von R' Zadok Gaon rühren mehrere

st Scherira Sendschreiben vergl. Note 12, S.

2) Vergl. Weil, Chalifen II.

st Vergl. Note 12, 5.

st Nssponss dsonirn Lolissrs ilssolinbs s>1. Liselil Ho. 74; ^.rnoli,Artikel n-o; Ln cksoob zu 8nlrlrs.li I. Der Beiname Lsbssi (aus Lsbss inAfrika) muß an diesen Stellen gestrichen werden; er stammt aus emer Ver-wechselung.