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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

reiches war, während die Chagane stets im Harem schwelgten. DieChazaren wie ihre Nachbarn, die Bulgaren und Russen, huldigteneinem groben Götzendienste, der mit Sinnlichkeit und Unkeuschheitgepaart war. Durch die Araber und Griechen, welche in Handels-angelegenheiten nach der Hauptstadt Balangar kamen, um die Produkteihrer Länder gegen feines Pelzwerk einzutauschen, lernten die Chazarenden Islam und das Christenthum kennen. Auch Juden fehlten imChazarenlande nicht, ein Theil jener Flüchtlinge, welche demBekehrungseifer des byzantinischen Kaisers Leo (723) entgangen waren(o. S. 155), hatten sich da angesiedelt. Durch diese griechischen Judenlernten die Chazaren auch das Judenthum kennen*). Als Dolmetscher oderKaufleute, als Aerzte oder Rathgeber wurden die Juden aiti chaza-rischen Hofe bekannt und beliebt, und sie flößten dem kriegerischenHerrscher Bulan Liebe für das Judenthum ein.

Die Chazaren hatten aber in späterer Zeit nur eine dunkeleKunde von der Veranlassung, die ihre Vorfahren zur Annahme desJudenthums bewogen hat. Ein späterer chazarischer Chagan erzähltedie Geschichte ihrer Bekehrung folgendermaßen: Der König Bulanhabe einen Abscheu vor dem wüsten Götzenthume seiner Vorfahrenempfunden und es in seinem Reiche verboten, ohne sich einer anderenReligionsform anzuschließen. Durch einen Traum sei er in seinemStreben nach einer würdigen Gottesverehrung bestärkt worden. EinEngel sei ihm erschienen und habe ihm Waffenglück gegen die Araberund Neichthum verheißen, wenn er sich zum wahren Gotte bekennenwürde. Denselben Traum habe auch der Unterkönig gehabt. Als erdann einen großen Sieg über die Araber errungen und die armenischeFestung Ardebil") erobert hatte (731), hätten sich Bulan und der

*) Diese Nachricht tradirt Jbn-Alathir (bei Frähn das. S. 597). Nachdesselben Uebersetzung lautet die Stelle: Rstsrt Idu-Dl ^.tbir iiupsrstorsiuOoustsutiuopolis rsMsuts Harun Nssobiilio sxpulisss guiäguick ckuäss-oruru in ipsius rsZuo. Hi guuru Obsxsrorurrr tsrrsiu ss rsospisssut,popuiuiu sxpsrti ssssut soooräsru st suuplissiu, susw. si8 obtulsrsrsliAiousru, gusru illi 8ui8 iustitutis ssoria potiorsru guuur eoAuovi88sut,ssru siuplsxi sligusuräiu ssrvsbsut. Ebenso Maßudi. In diesem ReferatMaßudi's und Jbn-Alathir's ist nur das Datum falsch. Denn die Verfolgungder Juden im byzantinischen Reiche fand nicht zu Arraschid's Zeit, sondernfrüher unter Leo dem Jsaurier statt, wie aus Theophanes und Cedrenusbekannt ist.

fl Von der Eroberung Ardebil's spricht auch der Brief des Chazarenkönigsan Chasdai Jbn-Schaprut, dort heißt es und das giebt einen Anhalts-punkt für die Chronologie. Die Eroberung Ardebil's fällt nach arabischenSchriftstellern bei ä'Ho 880 u (xsuplso cku 0s.uos.8s S. 59) und bei Dorn(Nachrichten über die Chazaren in rusruoirs äss sdsuess politiguss st