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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
Entstehung
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(Fortsetzung.)

Keckstes Kapitel.

Das erste gaonäische Jahrhundert. Die Anfänge derncuhebräischen Literatur und der gegentalmndischen Bewegung.

Thcilnahme der Juden an der arabischen Sprache und Literatur; Messer-G'awaih,Sumair. Die neuhebräische Poesie; Joss b. Jose, Simon b. Kaipha; derReim; Janai, Eleasar Kaliri und andere poetanische Dichter. Oppositiongegen den Talmud; der falsche Messias Serene. Der jüdische Häuptling Kaulanund die spanischen Juden. Das Schulhaupt Natronai und die Apostaten.Verfolgung unter dem Kaiser Leo. Auswanderung der Juden nach derKriminsel und dem Chazarcnlande. Der falsche Messias Obadia Abu-'Jsa. Die messianische Apokalypse. Krieg und Untergang Abu-^Jsa's.Die Sekte der Jsawiten. Der Exilsfürst Salomon; R' Achat aus Schabcha,Verfasser der Scheeltot.

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Mit der räumlichen Ausdehnung des mohammedanischen Reichesnahm auch die innere Thätigkeit der Juden in demselben in großenVerhältnissen zu. Die ersten Chalifen aus dem Hause Omejja warenwegen ihrer beständigen Kämpfe mit den Nachkommen und GenossenMohammed's, mit den Fanatikern für den Buchstaben des Koran undmit den Anhängern des geistlichen, von Mohammed auf übernatürlicheWeise übergeleiteten Jmamats (höheren Priesterthums) durchaus freivon der Engherzigkeit und der Verfolgungssucht des Stifters Und derersten zwei Chalifen Abu-Bekr und Omar. Die Beherrscher derMohammedaner Moawia, Jezid I., Abd'ul-Malik, Walid I. und Suleiman(656717) waren viel mehr weltlich als geistlich gesinnt, hatten einenweiten politischen Gesichtskreis und banden sich wenig an die engherzigenVorschriften des Koran und der Traditionen (Suna). Sie liebten diearabische Dichtkunst Abd'ul-Malik war selbst Dichter schätzten dasWissen und belohnten die Männer der Feder ebenso reichlich, wie dieMänner des Schwertes, die für sie kämpften. Die Juden in denmohammedanischen Ländern eigneten sich daher bald die arabische Sprachean, weil sie mit der hebräischen Sprache, die jedem von ihnen mehr oderweniger bekannt war, in vielen Wurzeln und Bildungen verwandt istund weil sie ihnen zum Verkehr unentbehrlich war. Die Begeisterungwelche die Araber für ihre Sprache und Poesie empfanden, die Sorgfalt,die sie darauf verwendeten, sie rein, ebenmäßig und klangvoll zu gebrauchen,