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142 Geschichte der Juden.
rächten sich für die tausendfältige Kränkung, die sie im Laufe einesJahrhunderts seit Reccared und Sisebnt erfahren hatten (Palmsonntag712). Auch die Bewachung der Hauptstadt überließ Tarik den Judenund zog immer weiter, um den feigen Westgothen, welche in der Fluchtihr Heil gesucht hatten, die geretteten Reichthümer abzujagen. Auch alsder Statthalter von Afrika, Musa Jbn-Nosair, auf Tarik's Siege undBeute neidisch, ein zweites Heer nach Spanien hinüberschiffte undStädte eroberte, überließ er sie den Juden zur Bewachung *). Tiespanischen Juden kamen also unter günstigen Umständen unter dieHerrschaft der Mohammedaner und galten gleich denen in Babylonienund Persien als ihre Bundesgenossen. Sie wurden freundlich behandelt,erhielten Religionsfreiheit, die sie so lange entbehrt hatten, durften dieGerichtsbarkeit über Glaubensgenossen üben und hatten nur gleich denunterworfenen Christen eine Kopfsteuer (Dsimma) zu zahlen. So wurdensie in den großen Verband ausgenommen, welcher sämmtliche Juden imislamitischen Reiche gewissermaßen zu einem Gemeinwesen vereinigte.
i) bei O-a^s-uZos das. 284.