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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Die Mohammedaner in Spanien.

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an Herren verschenkt und durch das Land verteilt, ohne daß es ihrenHerren freistand, sie freizulassen. Die Kinder von sieben Jahren anwurden ihren jüdischen Eltern entrissen und Christen zur Erziehungübergeben. Eine Ausnahme war nur gemacht zu Gunsten der kriegerischenJuden, welche in den Engpässen der gallischen Provinz eine Vormauergegen feindliche Einfälle bildeten. Ihre Unentbehrlichkeit und Tapfer-keit schützten sie vor der Entehrung und Knechtung, aber zur Bekehrungsollten sie jedenfalls gezwungen werden ^).

Bis zu Egica's Tod blieben die spanischen Juden in diesemZustande der Erniedrigung. Eine nicht ganz zuverlässige Quelleberichtet: Sein Sohn Witiza, ein vortrefflicher König, der dem LandeEintracht geben wollte, habe auch die verbannten Juden zurückgerufen,die feindseligen Gesetze gegen sie aufgehoben und ihnen den Vollgenußder bürgerlichen Rechte verliehen Diese Angabe aber ist ganzunwahrscheinlich; denn dann hätten die Juden nicht einen so tiefenHaß gegen die Westgothen gezeigt und nicht dem Feinde, der demwestgothischen Staate ein Ende machen sollte, so eifrig die Hand gebotenund Vorschub geleistet. Nach Witiza's Tod hatte nämlich die letzteStunde dieses Reiches geschlagen. Die aus Spanien zn verschiedenenZeiten ausgewanderten Inden in Afrika und ihre unglücklichen Glaubens-genossen in der Halbinsel machten gemeinschaftliche Sache mit demmohammedanischen Eroberer Tarik, welcher ein kampflustiges Heervon Afrika nach Andalusien hinübersetzte. Nach der Schlacht beiXerez (Juli 711) und dem Tode des letzten westgothischen KönigsRoderich drangen die siegenden Araber vor und wurden überall vonJuden unterstützt. Hatten sie eine Stadt erobert, so ließen die Feld-herren nur wenige moslemitische Truppen als Besatzung zurück, weilsie sie zur Unterwerfung des Landes brauchten, vertrauten sie vielmehr' den Juden au. So wurden die eben noch geknechteten Juden Herrender Städte Cordova, Granada, Malaga und anderer^). Als Tarikvor die Hauptstadt Toledo rückte, fand er nur eine kleine Besatzungdarin, indem die Großen und Geistlichen zur Sicherung ihres Lebensentflohen waren. Während die Christen in der Kirche waren und umSchutz ihres Reiches und ihrer Religion beteten, öffneten die Judendem arabischen Sieger die Thore^), empfingen ihn mit Jubel und

Z Das. llluäsusis Obrouioon S. 69.

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8pain I. 28V. Lembke's Geschichte von Spanien I. 266. Weil Chalisen I.519. 528.

Z Ibn-Uaiss.il bei Ga^sugos das. S. 283. Ibn-^.äbari. Uo^ I. 31,Uueas llbäsnsis das. S. 70.