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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Da nun nach ihrer Berechnung der Zeit von der Weltschöpfungbis zu Jesu Erscheinen noch kaum fünf Jahrtausende abgelaufenwaren, so konnte, nach ihrer Behauptung, damals der Messias nichterschienen sein. Dieser Einwand muß von den jüdischen Schriftstellernso schlagend geführt worden sein, daß manche Christen dadurch imGlauben schwankend geworden waren ^).

Dieser theilweisen Freiheit des Kultus, des Gedankens und desWortes machte Wamba's Nachfolger ein Ende, der sich durch Arglistin den Besitz der Krone gesetzt hatte. Erwig, byzantinischen Ur-sprungs und mit der Doppelzüngigkeit und Gewissenlosigkeit der ent-arteten Griechen reichlich ausgestattet, hatte dem König Wamba einenSchlaftrunk eingegeben und dadurch veranlaßt, daß dieser mit demMönchsgewande bekleidet und er selbst zum Nachfolger ausgerufenworden war. Um die Usurpation legitimiren zu lassen, mußte Erwigder Geistlichkeit Zugeständnisse machen, und reichte ihr die Judenals Opfer hin. Vor der Kirchenversammlung, welche ihm die Kroneaufs Haupt setzen sollte, hielt er mit erlogenem Pathos eine fanati-sirende Anrede gegen die Juden und legte eine Reihe von Gesetzengegen dieselben zur Bestätigung vor. Der Theil der Thronrede inBetreff der Juden lauteteMit einem Thränenstrom flehe ich dieehrwürdige Versammlung an, auf daß das Land durch euren Eifervon dem Aussatze der Entartung gereinigt werde. Erhebet euch,

äso rnunäus psrsoribitur, its nt gussi sox sotstos in snnis SöX nailii-bus äistinzusntur. Die Juden hatten aber dieses Dogma aus talmudisch-agadischen Quellen. Vergl. K^nbsäriu 97 f. lllsns cli-bo Ulis, rsbbs o. 2.Es geht also daraus hervor, daß die spanischen Juden direct oder indirekt imsiebenten Jahrhundert mit dem Talmud bekannt waren. Uebrigens war Julianso unwissend in der Kirchengeschichte, daß es ihm entgangen ist, daß dieKirchenlehrer selbst im apostolischen und nachapostolischen Zeitalter das chiliastischeDogma von sechs Jahrtausenden der Welt als gewiß annahmen. VerglUsrnabss (Upistols 15 o.): «r- ovvrrlkk o 6ror TQptist kV

r» srclvr«' 7/ «i'rdi Flirr» lr7-. Justinus Martpr,

Irenaus Apollinaris und andere Kirchenväter haben den messianischen Chili-asmus in ihre Christologie gezogen. Vergl. über die schwankenden Berech-nungen in der nachapostolischen Zeit über diesen Punkt» Piper Karl's desGroßen Kalendarium S. 149 ff.

1) Julian von Toledo das. vor der oben citirten Stelle: (lluässi) guiosoos inlläolitstis noots xosssssi, non solurn bsrstbro ästostsbilio psr-lläiso oonoiäunt, ssä stisrn guosäsin s liäoliuna nurusro titubs.rooornpsllunt, ourn Obiistuna sto. Und im Anfang des dritten Buches:kloo priinuin oruns Zonus ebristisnoruin säinonso, ut guisguis obris-tisnoruin s guolibot lluäsoo soounäurn ooäioss Usbrsoorunisotstos ipsss oonaputsrs suäisrit, non illi oor suuin inllsotst.

2) Oonoiliuin tolstsnuin XII. prsolstio 3. bei ä'^Zuirro das. S. 682.