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Geschichte der Juden.
erleiden haben sollte *). Es trat hierdurch ein Gleichheitsverhältuißzwischen Ehemann und Ehefrau gesetzlich ein.
Auf diese beiden Schnlhäupter folgten in Sura Mar-Scheschnaben Tachlifa, der sich officiell zeichnete Ma sch erschaja, und in PumbaditaMar-Bußäi oder Bostanal (um 680 — 689), von denen nichtsweiter bekannt ist, als daß namentlich an Scheschna viele gutachtlicheAnfragen von auswärtigen Gemeinden gerichtet wurden"). Die An-fragen sind so einfach, daß die gaonäischen Gutachten weiter nichts alsdie talmudische Entscheidung als Antwort anzuführen brauchten. DieseThatsache beweist, daß der Talmud im siebenten Jahrhundert nochwenig bekannt war und wenig studirt wurde. Mar-Scheschna's gutachtlicheSprache ist noch im talmudischen Idiom gehalten. — Sein Nachfolger imsuranischen Gaonat war Mar-Chaninai aus Nehar-Pakor (689 —697) und sein College in Pumbadita Hunal Mari ben Joseph (689— um 700), von denen gar nichts bekannt geworden. Ebenso wenigvon ihren Nachfolgern Nahilai Halevi aus Rares (697 — 715),R' Chija aus Mescne und Mar-Rabjah nach einander in Pumbadita(um 700 — 719 3). Während dieser Zeit fungirtc der Exilarch Chasdai,sicherlich ein Enkel oder Urenkel Bostanal's, von dem nichts mehr be-kannt ist, als daß er zwei Söhne hatte, die zum ersten Male biblischeNamen von königlichem Klange führten. Der eine hieß Salomo undder andere DavidZ, der Vater des Stifters der Karäersekte. DerExilarch Chasdai scheint mit den beiden Schulhäuptern in gutem Ein-vernehmen gestanden zu haben, weil die geschichtlichen Erinnerungenüber die Nachfolge aus dieser Zeit weniger verworren sind, in dieserZeit mag sich daher das gegenseitige Verhältniß der drei Spitzendes jüdisch-babylonischen Gemeinwesens ausgebildet haben (Anfangdes achten Jahrhunderts).
Dieses Gemeinwesen, das sich nach Außen als eine Art Staatausnahm, erhielt eine eigene Gliederung. Während das nestorianischePatriarchat, welches ebenfalls religiöse und politische Interessen zuvertreten hatte, eine einzige Spitze, den Katholikos, hatte, dem dieübrigen Bischöfe untergeordnet waren, theilte im jüdischen Babylonien
st Scherira das. 39. Ussponss, Ogoiriru Lobggrs 2säslr p. 56g,, sä.Ogsssl. No. 15. Vergl. lllossgkob Lstmbot 63 l> und ^.sobsrr das. No. 35.
2) Lssxonsg das. x. 46 b No. 14; p. 61 b No. 33; Lssx. Llgorära (sä.Fischel Leipzig 1858) No. 155 (wiederholt No. 266); No. 35V, 351.
st Scherira das. S. '39. lieber die Chronologie der gaonäischen Diadochevergl. meinen Artikel in Frankel's Monatsschrift, Jahrg. 1857 S. 336 f. 381 f.p.nd die synchronistische Tafel dazu.
°st Vergl. Note 12.