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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
Entstehung
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Vierte Epoche der ersten Periode:

Die gaoniiische Zeit.

Fünftes Kapitel.

Das erste gaonäische Jahrhundert.

Die Eroberungen dos Islam; Jerusalem. Omar's Unduldsamkeit; der Omar-bund. Jüdisches Urtheil über die Herrschaft des Islam. Glückliche Lageder babylonischen Juden. Der Exilsfürst Bostanai und die persischeKönigstochter Dara. Das Schulhaupt R. Isaak und der Chalife Ali; dieGaon-Würde. Reform des Ehescheidungsgesetzes. Das Exilarchat undGaonat. Huldigungsfeierlichkeiten für den Exilarchen; die Hochschulen undihre Collegien. Die Gemeindeverfassung. Der Bann. Der einigendeVerband der zerstreuten Juden. Gedrückte Lage der westgothisch-spanischenJuden. Die Concilien und Gesetze Der Erzbischof Julian von Toledound die Juden. Verschwöruugsversuch; die Juden zur Leibeigenschaftverurtheilt, erlangen durch den Sieg des Islam Freiheit und angeseheneStellung.

640 (658s760.

Kaum ein Jahrzehnt nach Mohammed's Tode gehörten dieschönsten Länder im Norden Arabiens und im Nordwesten Afrikasden Söhnen der Wüste, welche mit dem Schwerte in der einen, mitdem Koran in der andern Hand über die Grenzen der Halbinselhinausgestürmt waren, mit dem Rufe:Es ist kein Gdtt als Allahund Mohammed sein Prophet!" Obwohl kein hinreißender, über-wältigender Held an der Spitze der arabischen Scharen die Sieges-bahn beschritt, so siegten sie doch mit noch viel größerer Schnelligkeitals die Heeressäulen des macedonischen Alexander. Das altersschwache,zersetzte Perserreich erlag den ersten Stößen, und die byzantinischenProvinzen Palästina, Syrien und Egypten, deren Bevölkerung nurgeringe Anhänglichkeit an den von Jntriguen lebenden Hof vonKonstantinopel empfand, wehrten sich nicht einmal gegen die Araber.Medina, eine Oase in der großen Wüste, ein den Völkern unbekannterFlecken, wurde wie einst Rom die Gesetzgeberin für Millionen. Deneroberten Völkerschaften verschiedener Zunge blieb keine andere Wahl,