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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

unverbrüchliches Gotteswort hin. Das Judenthum bekam an dem Islam,den es an seiner Brust genährt hatte, einen zweiten mächtigen Feind.Der Koran wurde das Grundbuch für einen großen Theil der Mensch-heit in drei Erdtheilen, und da er von gehässigen Aussprüchen gegendie Söhne des Judenthums gefüllt ist, so erzog er die mohamme-danischen Völker, wie die Evangelien die christlichen, zum Hasse gegendieselben. So groß war der Fanatismus des zweiten Chalifen Omar,einer wilden energischen Natur, daß er das von Mohammed ein-gegangene Friedensbündniß mit den Juden von Chaibar und Wadil-Kora brach, sie von ihrem Grund und Boden vertrieb, ebenso wiedie Christen aus Nagaran, damit der geheiligte Boden Arabiens nichtvon Juden und Christen entweiht werde. Die Ländereien der Judenwies Omar den mohammedanischen Kriegern an, und den vertriebenenJuden wurde dafür noch gerecht genug ein Landstrich in derNähe der Stadt Kufa am Euphrat angewiesen (um 640 st. Doch wiekein Uebel in der Geschichte ganz ohne segensreiche Folgen ist, so be-förderte auch die Herrschaft des Islam die Erhebung des Judenthumsaus der theilweisen Verkümmerung.

st ^.bräksäs. anns-lss. ^.älsr I. 135, 1a.bs.ri bei Weil: Geschichte derChalifen I. 56.