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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Krieg gegen Chaibar.

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der noch in Fesseln lag,aber sage mir, was ist aus unserm An-führer Kaab geworden?"Er ist.todt," antwortete Thabit.UndHujej Jbn-Achtab, der Fürst der Juden?"Todt."Und AzzelJbn-Samuel, der unerschrockene Krieger?"Todt."-Dann magich nicht mehr leben", sprach Zabir,und verlange von dir, Freund,nur die Gnade, mich durch deine Hand sterben zu lassen." Er reichteihm hierauf seinen Hals hin mit zelotischem Heldenmuthe, und Thabitgab ihm den Tod *).

Ein Jahr darauf kamen die Juden der Landschaft Chaibar, einBund von kleinen jüdischen Republiken, an die Reihe. Der Grundzum chaibarischen Kriege ist nicht bekannt geworden; aber wozu bedurftees noch bei Mohammed eines Grundes? Ein Häuptling der Chaiba-riten, mit Namen Aljußar Jbn-Rizam, soll an einer neuenCoalition gegen Mohammed gearbeitet und den Stamm Ghatafanund noch einen andern zum Kriege gegen ihn aufgestachelt haben.Mohammed ließ Aljußar nach Medina locken unter dem Scheine, erwerde ihn zum Fürsten von Chaibar machen, und ließ ihn unterwegsermorden (Ende 627 ^). Der Hauptgrund zum Kriege gegen Chaibarwar aber, die beutegierigen Muselmänner, welche einen erfolglosenZug gegen Mekka unternommen hatten, mit der Beute der chaibarischenJuden zu befriedigen. Der Krieg gegen Chaibar war aber nicht soleicht und nahm die Verhältnisse eines ausgedehnten Feldzuges an.Denn hier gab es, wie schon erwähnt, eine Reihe von Festungen, diein guten Zustand gesetzt waren und von Männern vertheidigt wurden,die als lebende Festungen gelten konnten. Die exilirten Nadhiritenin Chaibar entflammten ihre Genossen zu tapferem Kampfe. ArabischeStämme Ghatafan, Fezara hatten Hilfe zugesagt. Die Seele derChaibariten war der verbannte Nadhirite, Kinanah Jbn'ul Rabia',(o. S. 101) ein Mann von zelotischer Standhaftigkeit und Löwenmuth,welcher König der Juden hieß. Ihm zur Seite stand Marhab, einRiese von himjaritischer Herkunft, der jedem Schwertstreiche trotzte.Mohammed wendete sich daher vor dem Beginn des Krieges imGebete zu Gott, daß er ihm Sieg über die Juden von Chaibarverleihen möge. Der Krieg, zu welchem Mohammed 14 000 Mannentboten hatte, dauerte beinahe zwei Monate (Frühj. 628). Einjüdischer Tapferer, der Nadhirite Sallam Jbn-Mischkam, hatte ge-rathen, den Angriff nicht abzuwarten, sondern mit großen Massendem Feinde entgegenzugehen. Der Rath wurde aber verworfen. Die

*) LRu-Ssin äs k?sresvs.l das. nach dem 8irs4 ar-Nasrä und Obarnis.

2) Osmssin äs iLsresval. das. III. 159 f. bei Weil lautet die Angabeanders das. 171 Note 255.