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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

fuhr mit dem Finger an seinen Hals und gab ihnen so ihr bevorstehendesGeschick zu erkennen. Bald aber bereute er es und redete ihnen zu,sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Als die Knraiza daraufauf Mohammed's Befehl gefesselt wurden, baten ihn die Ausiten, siezu verschonen. Mohammed aber, der weder Gnade üben, noch esmit den Ausiten verderben wollte, wandte einen hinterlistigen Answegan. Er überließ die Entscheidung dem Ausspruche des Ausitenhäupt-lings Sa'ad, der damals schwer erkrankt mar an einer Wunde, dieer bei der Belagerung von Medina von den Verbündeten erhaltenhatte. Mohammed wußte, daß Sa'ad, erbittert über die Wunde, nichtzu Gunsten der Juden sprechen würde. In der That fiel sein Urtheilunmenschlich genug aus. Sa'ad, die letzte Instanz, sprach dieverhängnißvollen Worte aus:Ich verurtheile alle Männer zumTode, alle Frauen und Kinder zur Gefangenschaft, ihr Hab und Gutals Beute den Moslemin." Mohammed verfehlte nicht, dieses Urtheilals ein göttliches zu bestätigen und vollstrecken zu lassen. Nahe ansiebenhundert Juden, darunter auch die Häuptlinge Kaab und Hujej,wurden auf einem öffentlichen Platze in Medina geschlachtet und ineine gemeinsame Grube geworfen; der Platz erhielt davon den Namender Markt der KnraizaZ. Diese Schändlichkeit wurde im NamenGottes geübt. Der Koranvers darüber lautet:Gott vertriebdiejenigen der Schriftbesitzer (Juden), welche ihnen,, den Verbündeten,beigestanden, aus ihren festen Plätzen und warf Schrecken in ihrHerz. Einen Theil von ihnen habt ihr erschlagen und einen anderengefangen genommen; er hat Euch ihr Land, mit ihren Wohnungenund Gütern, das ihr früher nie betreten, zum Erbtheil gegeben. Gottist allmächtig 2)."

Die Frauen wurden gegen Waffen und Pferde vertauscht, undein schönes Mädchen, RihLua, behielt sich Mohammed als Buhlerin,die aber seine widerlichen Guustbezeugungen stolz zurückwies. Nurein einziger der Kuraiza sollte am Leben bleiben. Ein ChazragiteThabit, dem ein Jude, Zabir Jbu-Bata, während der Fehdenzwischen den Stämmen Kaila Leben und Freiheit geschenkt hatte, ver-wendete sich für seinen Retter bei Mohammed. Weil Thabit sichsehr verdient gemacht hatte, gewährte ihm Mohammed Zabir's Lebenund die Rückerstattung der Familienglieder und Güter. Voller Freudeeilt er zu dem greisen Zabir, ihm die günstige Wendung seinesGeschickes zu verkünden.Ich danke dir," sprach der jüdische Greis,

st Weil das. IS7 f. Oa-nsain äs ksrosval das. III 141 ff.

Koran Sura 33, 26 f.