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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Der Grabenkrieg.

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aber jene schon von der Absicht der Kuraiza im Voraus in Kenntnißgesetzt, daß sie nicht zum Kampfe ausrücken werden, und es als Zeichender Lauheit ausgegeben, und da ohnehin im beginnenden Frühjahrdie Witterung ungünstig war, zogen die Verbündeten unverrichteterSache ab.

Der Grabenkrieg, wie er genannt wurde, war für Mohammedglücklich abgelaufen und wurde nur den Juden verderblich, die seinenganzen Zorn empfinden sollten. Denn gleich am Tage nach Abzugder Verbündeten zog Mohammed, sich auf eine vorgebliche Offenbarungberufend, mit drei Tausend Mann gegen die Kuraiza zu Felde. Erhatte seine Anhänger zu diesem Kriege förmlich fanatisirt:Wer ge-horsam ist, der verrichte sein Gebet in der Nähe der Kuraiza."Zu schwach zur Feldschlacht, zogen sich dis Inden in ihre Burgen zu-rück und verschanzten sie. Darauf belagerte sie Mohammed mit 3000Mann fünfundzwanzig Tage hintereinander (Februar März 627).Da den Kuraiza die Lebensmittel ausgegangen waren, mußten sie anCapitulation denken. Sie verlangten von Mohammed, daß er sieebenso wie ihre Brüder, die Nadhir, behandeln, d. h. mit Frauen,Kindern und einem Theil ihrer Habe abziehen lassen sollte. Der rach-süchtige Prophet verwarf aber diesen Vorschlag und verlangte, daßdie Kuraiza sich ans Gnade oder Ungnade ergeben sollten. Darauftraten die Juden zur Bcrathung zusammen und baten ihren Führer,Kaab-Jbn-Affad, ihnen Vorschläge zu machen. Dieser stellte ihnendrei Wege vor. Sie sollten entweder zum Islam übergehen, oderecht zelotisch ihre Frauen und Kinder mit eigenen Händen tödten unddann einen verzweifelten Ausfall machen, oder endlich in derselbenNacht eines Sabbat, wo die Feinde einen Angriff nicht erwarteten,einen plötzlichen Ueberfall veranstalten. Aber die Kuraiza konntensich mit keinem dieser Vorschläge befreunden. Sie mochten wederihre Religion verleugnen, noch den Sabbat durch Krieg verletzen, nochdie theuern Wesen opfern.Nun," erwiderte Kaab,da ihr Männerohne Entschluß seid, so ergebet euch!"

Sie baten darauf Mohammed, ihnen den Ausiten Abu-Lulabuzuzusenden, um mit ihm zu unterhandeln. Dieser, als ihr ehemaligerVerbündete, hatte ihnen viel Interesse gezeigt. Mohammed gewährteihnen diese Bitte. Als Abu-Lnlabu in die Festung eingelassen war,kamen ihm die Kuraiza laut schluchzend und wehklagend entgegen undbeschworen ihn bei ihrer Bnndesgenosscnschaft und bei den Kämpfen,die sie gemeinsam bestanden, ihnen die Wahrheit zu sagen, ob Mohammedwenigstens ihr Leben schonen würde. Abn-Lulabn, anfangs vonMitgefühl hingerissen, aber zu vorsichtig, um ein Wort zu sprechen,