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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Theil der Schrift zugekommen ist; sie glauben an Gott und an Taghut(Götzenthum) und sprechen zu den Ungläubigen: ihr seid besser ge-leitet als jene, welche an Mohammed glauben'^).

Endlich waren die arabischen Stämme durch die Rührigkeit derNadhiriten zu einem Coalitionskriege bereit. Schwerer wurde es ihnen,ihre Glaubensbrüder, die Benu-Kuraiza, zur Theilnahme zu bewegen.Ihr Häuptling, Kaab-Jbn-Assad, wollte den Nadhiriten Hujej, derihn um Asyl gebeten, anfangs gar nicht aufnehmen, weil sein Stammein Bündniß mit Mohammed und den Moslemiten geschlossen hatte,und er verblendet genug war, auf Mohammed's Wort zu bauen.Doch Hujej, der den Häuptling Kaab an ihre gegenseitige Freundschafterinnerte und den Kuraiza mit einem Eide versprach, daß er und seineFreunde sich im äußersten Falle mit ihnen in die Festung einschließenwürden, erlangte endlich Einlaß. Er wußte ihn so sehr von der Ge-fahr zu überzeugen, welche ihnen, als Juden, von Seiten Mohammed'sdrohte, und von der Gewißheit des Sieges, welchen so zahlreiche Ver-bündete über die geringere Zahl der Moslemin erringen müßten, daßdie Benu-Kuraiza sich anschlosscn. Zehntausend Mann Verbündeterückten ins Feld und dachten Medina unversehens zu überrumpeln.Allein Mohammed war durch einen Verräther gewarnt worden undließ, ohne tollkühn ein Treffen im offenen Felde gegen die Ueberzahlzu wagen, Medina mit einem tiefen Graben und anderen Vorkehrungenschützen, was von den Arabern als Feigheit ausgelegt wurde, aber vonsicher berechnender Klugheit Mohammed's zeugt (Februar 627).

Die Araber, gewöhnt auf Ritterweise Mann gegen Mann zukämpfen, erschöpften ihre Pfeile gegen die Schanzen ohne Erfolg. Esgelang Mohammed endlich sogar gegenseitiges Mißtrauen unter dieHauptverbündeteu, die Koraischiten, Ghatafan und Juden zu streuen.Er schickte einen heimlichen Boten vom Stamme Ghatafan zuerst zuden Kuraiza, der sie überredete, sich von den Verbündeten zu trennen,weil jene um einen Separatfrieden mit Mohammed unterhandelten,und daß sie dann, allein stehend, zu schwach zum Widerstand undwegen ihrer Nähe allen Gefahren ausgesetzt sein werden. Die Kuraizaglaubten dem Falschen und versagten den Verbündeten, Theil an einemallgemeinen Sturm gegen Medina zu nehmen, theils weil sie Sonn-abend nicht zur Schlacht ausrücken mochten, und theils weil sie zuerstvon den Verbündeten Geißeln in Händen haben wollten, daß jene nichtVerrath an ihnen üben würden. Nuaim, der Unterhändler, hatte

Koran Sura 4, 49 bei Naraooio das. 158 b; über das Wort Taghuts. o. S. 71 Anmerkung.