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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Mohammed gegen die Juden.

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war, um sich dem Judeuthume anschließen zu können, andrerseits wohlerkannte, daß die Araber den ihnen ganz fremden religiösen BräuchenWiderstand leisten würden, so blieb ihm nichts übrig, als mit denJuden entschieden zu brechen. Er offenbarte hierauf eine lange Sura(die Sura der Kuh genannt), voller Schmähungen gegen die Juden.Die Richtung beim Gebete änderte er ab und verordnet^ daß sich dieGläubigen nicht mehr nach Jerusalem, sondern nach Mekka und demKaaba-Tempel wenden sollten (624 ^). Gegen den Vorwurf derJncousequenz berief er sich auf eine angebliche Offenbarung durchGabriel:Die Gesichtsrichtung (beim Gebete) haben wir deswegengeändert, damit man unterscheide zwischen denen, welche dem Prophetenfolgen, und denen, welche ihm den Rücken zukehren. Manchem istdas unlieb, aber nicht dem, den Gott regieret. Wo du auch bist,wende dein Gesicht nach dem Tempel Alharram (Kaaba), wo du dichauch befindest Volk der Schrift! wisse Wohl, daß diese Wahrheitvon seinem Gotte ist" Das Fasten am Versöhnungstage (Aschurajschaffte er ab und setzte dafür den den Arabern seit uralter Zeitheiligen Monat Ramadhan ein ^). Er mußte noch Vieles zurücknehmenvon dem, was er früher als Gottes Offenbarung ausgegeben hatte.Mohammed behauptete jetzt, in der Thora sei von seinem Erscheinenund seinem Prophctenberufe viel die Rede gewesen, die Juden hättenaber die Stellen ausgemerzt. Während er früher gepredigt hat, dieJuden hätten den rechten Glauben, verbreitete er später, sie verehrtenEsra (Orair) als Sohn Gottes , wie die Christen Jesus, folglichseien auch sie als Gottesleugner zu betrachten. Seine Verbitterunggegen die Juden, welche sein Prophetenthum leugneten und seineVorspiegelungen durchschauten, führte ihn immer mehr zu Ungerechtig-keiten gegen sie. Ein Gläubiger von den medinensischen Hülfsgenossenhatte einen Panzer gestohlen, und als es ruchbar geworden war,legte er ihn, um .den Verdacht von sich abzuwälzen, in das Hauseines Juden, als wäre dieser der Dieb gewesen. Der Jude schworaber bei Gott für seine Unschuld am Diebstahle. Darauf riefen dieAnsar Mohammed auf, dem eigentlichen Dieb beizusteheu, weil er dochzu den Gläubigen gehörte, und Mohammed ging darauf ein^).

So sehr er aber auch im innersten Herzen die Juden haßte,so wagte er es doch so bald nicht, sie durch Thätlichkeiten zu reizen.

h Sprenger, Leben und Lehren Mohammsd's.

2) Koran Sura 2, 145 154.'

o) Weil, das. 91, Oa-nsslir äs Usresvsl das. III. 34.

4) Koran Sura 9, 31.

°) Quellen bei lilaraellio 166 a. f.

Graetz, Geschichte der Jude». V.

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