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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

dem Gefühle für seinen Sohn; bald gewann jene die Oberhand, under sprach zu dem Ghassanidenfürsten:Thue was du willst; Verrathist ein Halsband, das nicht rostet, und mein Sohn hat Brüder!" DerUnmensch, ungerührt von solchem Hochsinn, tödtete den Sohn vor denAugen seines Vaters. Harith mußte dennoch unverrichteter Sachevon Ablak abziehen. Auf seinem Rückzuge durch die LandschaftChaibar bekämpfte er, vielleicht aus Rachegefühl, die dortigenJuden, machte viele Beute und schleppte Frauen und Kinder als Ge-fangene mit. Später gab er ihnen wieder die Freiheit U. Samuelüberlieferte die Waffen auf der Messe zu Okaz den rechtmäßigen Erben.Es bildete sich daher unter den Arabern ein Sprichwort:Treuerals Samuel" sagten sie, wenn sie übertreibend den höchsten Grad vonTreue bezeichnen wollten.

Gegen diejenigen, welche ihn ob seiner Härte gegen seinen Sohntadelten, vertheidigte er sich in einem Gedichte, das Gesinunngsadel,Math und Ritterlichkeit auf eine kräftige Weise ausdrückt:

O Tadlerin, laß ab den Mann zu tadeln,

Den man schon oft dem Tadel trotzen schaute.

Du solltest, irrte ich, zurecht mich weisen,

Nicht irren mich mit unverständigem Laute.

Bewahrt Hab ich des Kenditen Panzer,

Verrath' ein Anderer das ihm Anvertraute!

So rieth vordem mir Adija, mein Vater:

O, reiß nicht ein, Samuel, was ich baute!"

Er baute fest die Veste mir, in welcherDem Dränger Trotz zu bieten mir nicht graute.

Von den Lebensschicksalen und dem Ende des ritterlichen Dichtersist sonst nichts bekannt. Er scheint aber mit viel Ungemach gekämpftund stets seine Ehre gewahrt zu haben, wie folgendes Gedicht bezeugt:

Wenn zweifelhaft und mißlich stehn die Sachen,

Und den Bedenker bang die Folgen machen,

Die Knochen bricht der enggeschnallte Brustgurt,

Und sich von Brüdern sagen los die Schwachen:

Tann meid' ich, was bequemer meiner Schwäch' ist,

Und thu', was dient dis Ehre zu bewachen.

Vor seinem Ende (um 560) konnte er mit stolzem Bewußtseinauf sein ritterliches Leben und seinen Schutz, den er den Schwachengewährt, zurückblicken. Sein Schwanenlied lautet:

O müßt' ich, wann sie meinen Tod einst klagen,

Was mir die Klagefrauen für Zeugniß geben,

Ob sagen:Geh nicht von uns! Denn in mancherBedrängnitz wußtest Du, uns zu erheben.

U Ibu Lutaibs, säib. Wüstenfeld x. 314, vergl. Note 10. III. >