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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

wohnte früher in Jathrib, baute aber später in der Gegend vonTaima eine Burg, die von ihrer bunten Farbe Alablak genannt undin der arabischen Poesie verewigt wurde. Samuel, Häuptling eineskleinen Stammes, war in Hegas so angesehen, daß sich schwachearabische Stämme, wie die Benu-Fezara, unter seinen Schutz begaben.Jeder Berfolgte und Geächtete fand in Ablak Asyl, und der Besitzerder Burg stand mit seinem Leben für die Sicherheit der Schützlingeein. Als der abenteuernde kenditische Fürstensohn Jmrulkais Jbn-Hog'r, der Dichterkönig der Araber, der den Meuchelmord an seinemVater zu rächen hatte, von heimlichen und offenen Feinden umlauertund eingeengt, nirgends Schutz finden konnte, kam er einst nach langenIrrfahrten zu einem Häuptling der Benu-Fezara und bat ihn umgastfreundliches Asyl. Dieser, mit Namen Amru Jbn-Gabir,vermochte ihm aber keines zu gewähren und erwiderte ihm mit echtarabischer Beredtsamkeit:Soll ich Dir einen Schntzort zuweisen? Ichhabe den Kaiser der Griechen besucht und das Reich des Naman vonHira gesehen, aber ich habe nirgends eine Stätte gefunden, welchedie Hilfeflehenden besser zu schützen vermöchte, als der Ort, den ichDir nennen werde, und ich habe keinen eifrigern Beschützer kennengelernt, als den Herrn desselben."Wer ist der Mann und wowohnt er?" fragte Jmrulkais.Es ist der Jude Samuel, SohnAdija's," antwortete Amru,und ich werde Dich durch einen sicherenFührer in seine Burg geleiten lassen. Sicherlich ist das der rechteMann, der Dir in Deiner Rathlosigkeit beistehen wird." Der Rath-geber gab ihm hierauf einen Führer, Rabia Jbn-Dhaba, derebenfalls Dichter war. Unterwegs sprach Rabia zum Fürstensohn:Samuel liebt die Dichtkunst; dichten wir beide ein Loblied auf ihn,das wir in seiner Gegenwart abwechselnd vortragen werden, um ihnfür Dich einzunehmen."

In Ablak angelangt und zu dem jüdischen Burgherrn geführt,begannen beide arabische Dichter ihren Wettgesang, um Samuel'sWohlwollen durch die Verherrlichung seiner Person zu gewinnen, nachder übertreibenden Manier der Araber. Jmrulkais' Lobgedicht aufAdija's Sohn ist nicht bekannt. Von Rabia's Versen dagegen sindeinige erhalten und enthalten eine ziemlich plumpe Schmeichelei:

An Samuel erkennt man Ueberlegenheit jeder Art, er übertrifft dieSterblichen alle und läßt seine Zeitgenossen weit hinter sich zurück."

ä'aubrss äissnt gns sa rnärs sgzxartsnaib a 1a raos äs Alrassan, rrraisgns ^.ä'ia sbaib issn 4s Oolriu, tils cts Haronn, psrs äss bribns jnivssäss Ooraz^lra st äs Uaällir, Utab al-^Alrani IV. 284, bei Ibrr-Hral-äonn f. 129. Jedenfalls ist Geiger's Zweifel, ob Samuel dem Judenthumangeyört hat (Preisschrift S. 9) gründlich beseitigt.