Die Juden von Jathrib.
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wußte die Juden zu überzeugen, daß der von dem ghassanidischenFürsten begangene Mord an den jüdischen Häuptlingen ohne ihrWissen und Wollen geschehen sei, und forderte sie auf, jedesMißtrauen fahren zu lassen und ein Friedensbündniß mit ihrenNachbarstämmen zu schließen. Er bereitete zu diesem Zweck ein Gast-mahl vor und lud die jüdischen Häuptlinge dazu ein. Sie gingen indie Falle und wurden während des Mahles ermordet. Auch derjüdische Fürst Alghitjun oder Scherif wurde von Malik erschlagen.So ihrer Führer beraubt, wurden die Juden von Jathrib leicht vonden Arabern überwunden und mußten ihnen die besten Plätze ein-räumen (um 530—35). In der ersten Zeit konnten sie den Verlustihrer Herrschaft und das Gefühl der Demüthigung nicht verschmerzen.Ihr ganzer Unwille war gegen Malik Jbn-Ag'lan, den Urheber ihresSturzes, gerichtet. Sie sollen sein Bild in ihren Synagogen auf-gehängt und, so oft sie dieselben betraten, Flüche gegen dasselbe aus-gestoßen haben. Die Unsicherheit ihres Daseins bewog sie aber, ihremHasse keinen Raum zu geben. Sie begaben sich nach und nach unterden Schutz des einen oder des anderen Stammes und wurden aufdiese Weise Clienten oder Schutzgenossen (MawLli) der Aus undChazrag ^). Sie hofften aber auf die Ankunft des Messias, der ihreFeinde demüthigen werde").
Der ghaffanidische Fürst Harith Jbn-Abu Schammir führte auchauf seinem Rückzuge von Jathrib eine Fehde gegen einen jüdischenDichter, der dadurch unter den Arabern eine außerordentliche Berühmt-heit erlangt hat. Samuel Jbn-Adija (geb. um 500, gest. um 560),dessen ritterlicher Charakter sich durch die Angriffe der Ghaffanidenbewährt hat, ist durch seine Verbindung mit dem bedeutendstenarabischen Dichter der vormohammedanischen Zeit zur Unsterblichkeitgelangt. Seine Geschichte gewährt einen Einblick in die Lebensver-hältniffe der arabischen Juden. Samuel stammte nach Einigen auseinem heidnischen Geschlechts, aus dem Stamme der Ghaffaniden, nachAnderen dagegen war er jüdischen Ursprungs oder richtiger, er hatteeine arabische Mutter und einen jüdischen Vater b). Sein Vater Adija
*) Litsb sl-1lAbsui und Jbn-Khaldun bei Osussiu äs Usrosvsl, bistoirsäss ^.rsbss T. II. 650 s. Vergl. Note 10. HI.
2) Weil: Mohammed S. 411 nach Ibrahim Halebi.
0) Jbn-Doraid bei Nasmussen: bistoris rsZuoruru ilrsbuiu suts Isls-uüsiuuiu x. 11, berichtet über ihn nach dessen Uebersetzung- Karuusl rsIiZioussrst äuässus, usgus vsro Muts. Drst sulua ll.rs.bs st guiäsua äs uobi-lissiius xrossxis rsZuiu Zbssssniäsruiu. Vergl. darüber Baron äsKlaus: Uivsu ä'Hmroulbais p. 25, Note 1 und Osussiu äs Usrssvsl das. II.Note 2: Kuivaut Iss uus Is xsrs äs Ksiuousl statt ätoriZius ^bassauiäs;
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