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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Jussuf Dhu-Nowas.

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seine Glaubensgenossen im byzantinischen Reiche täglich zu erduldenhatten, und es erfüllte ihn mit Theilnahme. Er wollte daher durchRepressalien die byzantinischen Kaiser zur Gerechtigkeit gegen dieJuden zwingen. Als einst römische (byzantinische) Kaufleute inHandelsgeschäften durch Himjara reisten, ließ er sie auffangen undhinrichten. Diese That verbreitete Schrecken unter den christlichenKaufleuten, welche mit dem Lande der Wohlgerüche und indischerReichthümer in Verbindung standen. Der indisch-arabische Handelgerieth dadurch ins Stocken. Dhu-Nowas beschwor aber dadurcheinen schweren Krieg über sein Land herauf.

Ein Nachbarkönig, Aidug, wohl einer der Vasallenkönige, diesich losgerissen hatten, der noch dem Heidenthume zugethan war,machte dem jüdischen Könige Vorwürfe über seinen unpolitischenSchritt, den Handel mit Europa zu untergraben. Die Entschuldigung,welche Dhu-Nowas ihm gab, daß jährlich viele Juden unschuldigerWeise im byzantinischen Reiche umgebracht werden, machte auf Aidugkeinen Eindruck. Er erklärte ihm den Krieg, besiegte ihn in einerSchlacht (521) und soll in Folge dessen das Christenthum angenommenhaben. Indessen verlor Dhu-Nowas in diesem Kriege nicht dasLeben, wie christliche Quellen angeben, sondern raffte sich wieder auf,verwickelte sich aber durch heftige Erbitterung in neue Verlegenheiten.Die Stadt Nag'aran in Jemen war meistens von Christen bewohntund hatte auch einen christlichen Häuptling Harith (Aretas) Jbn-Kaleb, welcher ein Vasall des jüdisch-himjaritischen Reiches war.Harith mag bei dem Kriege gegen Aidug seine Vasallenpflicht nichtgethan oder sonst Widerspenstigkeit gezeigt haben. Eine Nachrichterzählt, in Nag'aran seien mit Wissen des Häuptlings Harith zweijüdische Jünglinge ermordet worden, was den jüdischen König mitUnwillen erfüllt habe^). Genug, Dhu-Nowas hatte Gruud, denHerrscher von Nagaran als einen Empörer zu züchtigen. Er belagertedie Stadt mit 120 000 Mann, wie übertreibend angegeben wird, undbrachte die Einwohner in solche Bedrängniß, daß sie capituliren mußten.Dreihundertundvierzig angesehene Männer, mit Harith an der Spitze,begaben sich darauf in Dhu-Nowas' Lager, um die Friedensbedingungenzu unterzeichnen (523). Da soll der König von Himjara, obwohler den Männern Unverletzbarkeit zugesichert hatte, ihnen die Wahlzwischen Annahme des Judenthums oder Tod gestellt haben, und dasie sich weigerten, ihr Bekenntniß abzuschwören, sollen sie enthauptet

U Jbn-Alkelbi, citirt von Jbn-Khaldun bei Onusslu äs Usresval,llistoirs äss ^rnbss I. 128.