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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

hätten, gefallen sein (um 508). Amru soll aber seine blutige Unthatbereut und die bösen Rathgeber haben hinrichten lassen. Er verfielin eine schwere Gemüthskrankheit, konnte sich nicht bewegen und mußteauf einer Sänfte getragen werden. Davon erhielt er den Namender Mann der Sänfte (Oduloder der Sitzende(^.l-Nnutdabun). Während seiner kurzen Regierung und nach seinemTode (um 510) gerieth das himjaritische Reich in große Verwirrungund Zerstückelung. Die Unterkönige über verschiedene Landstriche

machten sich unabhängig, verwandelten ihre Statthalterschaften ineigene Königreiche und regierten unter dem Titel Kail oder Dhu^).Ein Usurpator Laknia-Tanuf bemächtigte sich der himjaritischenStädte Zafar und Sanaa, setzte sich auf den himjaritischen Thronund schändete ihn durch Weichlichkeit und Laster. Von dem Umstande,daß er nach Weiberart Ohrringe trug, erhielt er den SchimpfnamenDhu-Schanathir (Ohrringträger). Der Wollüstling befleckte dieübriggebliebenen Prinzen des himjaritischen Kriegsstammes durchunnatürliche Lüste. Sicherlich bekannte er sich nicht zum Judenthume.Als sich aber Dhu-Schanathir auch an dem jungen Prinzen Zorahvergreifen und ihn schänden wollte, warf dieser sich auf den Laster-haften, überwältigte den Schwächling und tödtete ihn mit einem Messer.Die Nachricht von dem Tode des Tyrannen verbreitete Jubel inder himjaritischen Hauptstadt. Die Bevölkerung begrüßte Zorah alsden Retter des Landes, setzte ihm die Krone auf und erklärte ihnfür den Würdigsten, sie zu tragen (um 520).

Zorah, der von einer Burg^) den Namen Dhu-Nowas erhielt,war ein eifriger Anhänger des Judenthums. Er legte sich deswegenden hebräischen Namen Jussuf zu dem arabischen bei. Sein Eiferfür die Religion, für die sein Vater sich begeistert hatte, verwickelte ihnaber in unangenehme Lagen und brachte Unglück über ihn, sein Reichund die jüdischen Bewohner Himjara's. Als sollte das Judenthumdurchaus eines Politischen Unterbaues und staatlicher Grundlageentbehren, führten Bestrebungen, welche der Kirche von Eroberung zuEroberung verhalfen, das Judenthum zu neuen Niederlagen. DerKönig Zorah Jussuf Dhu-Nowas hatte erfahren, welche Mißhandlungen

st Vergl. darüber Onnssin äs Usresvsl, llisboirs äss T^rndss N I.S. IVO105, 117 f.

'st Jbn-Jschak Kirnt. nr-U-nsul I. 5. Abulfarag Jsfahani Litnb nl-^.AÜnrä IV. 298. Ibn-Lnärnn. 84 f. Schulten's lüstorin llostnni-änrnrn 26. 78.

st Krem er bei Nöldeke, Geschichte der Perser von Tabari S. 171 ^ Fell,die Christenverfolgung in Südarabisn, Zeitschrift der D. M. Gesellsch. 1881.