Die jüdisch-himjaritischen Könige.
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des Königs zerstört haben, und der Dämon sei daraus unter derGestalt eines schwarzen Hundes entflohen *).
Indessen weiß die beglaubigte Geschichte, daß nicht sämmtlicheHimjariten das Judenthum angenommen, sondern daß eben so vieleHeiden wie Juden im Lande wohnten, ihre Götzentempel behieltenund ihren Kultus frei üben durften. Ueberhaupt wird das Juden-thum, zu dem sich der König von Jemen bekannte, nur ein sehr ober-flächliches geblieben sein, ohne tief in Sitte und Lebensweise ein-zudringen. — Auch ein Häuptling des edlen Stammes der Kenditen,mit Namen Harith Jbn-Amru, Schwestersohn des Königs vonJemen, nahm das Judenthum an. Abu-Kariba setzte ihn zum Unter-könig über die Maadditen am rothen Meere und gab ihm auch dieStatthalterschaft über Mekka und Jathrib^). Mit Harith ging auchein Theil der Kenditen zum Judenthume über. Die Nachricht voneinem jüdischen Könige und einem jüdischen Reiche in dem schönstenund fruchtbarsten Theile Arabiens verbreitete sich durch die vielenFremden, welche das Land geschäftshalber besuchten, und drang biszu den Juden der entferntesten Länder. Auch die Juden des west-gothischen Spanien erfuhren davon, glaubten aber, daß der himjaritischeKönig vom Hause Davids stammte (oben S. 63), wie denn überhauptdie Sage verbreitete, in Jemen befänden sich mehrere israelitischeStämme in ungebrochener Kraft, welche noch vor der Zerstörung desersten Tempels und vor dem Untergange des israelitischen Reichesdorthin ausgewandert wären ^).
Abu-Kariba's Regierung war nach Annahme des Judenthumsnicht von langer Dauer. Sein kriegerischer Sinn ließ ihn nicht aufdem Throne ausruhen, sondern trieb ihn zu kühnen Unternehmungen.Auf einem dieser Kriegszüge soll er von seinem eigenen Heer, dasder Mühen und Märsche überdrüssig war, erschlagen worden sein.Da Abu-Kariba drei unmündige Söhne hinterließ, Hassan, Amruund Zorah, so kam das Reich unter Vormundschaft. Der RegentRabia Jbn-Nasser aus dem Stamme der Lachmiden, bekannte sichebenfalls zum Judenthume. Er scheint gewissenhaft die Krone demrechtmäßigen Thronerben Hassan übergeben zu haben (um 503), deraber, gleich seinem Vater, von Lust zu Kriegsabentenern hingerissen,nicht lange regierte. Er soll durch die Hand seines eigenen BrudersAmru, den die Offiziere des himjaritischen Heeres dazu aufgestachelt
*) Jbn-Jschak in 8irs.b ar-Uasrll U 5.
2) Vergl. Note 10. I.
b) Vergl. weiter bei Eldad, dem Daniten, Note 19.