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Geschichte der Juden.
Mohammed und die Stadt seiner Hauptwirksamkeit (Medina) zuverherrlichen. Die Sage erzählt, Kaab und Assad hätten den him-jaritischen König gewarnt, Jathrib zu bedrohen und zu zerstören, weilGott selbst sie überwache, indem in derselben einst ein Prophet auf-treten werde, der in Jathrib sein Asyl und sein Grab finden werde.Darauf habe sie Abu-Kariba gefragt, woraus sie das Alles läsen,und sie hätten geantwortet: „In der Thora!" Als sie darauf derKönig gefragt, was denn an der Thora sei, hätten sie ihm von Mose'sSendung gesprochen und ihm den Inhalt des Judenthums auseinauder-gesetzt i). Sicher ist nur so viel, daß die jüdischen Weisen Gelegenheitfanden, mit Abu-Kariba vom Judenthume zu sprechen und ihmlebendiges Interesse dafür einzuflößen wußten. Die Auseinander-setzung von Kaab und Assad erregte so sehr seine Theilnahme, daßer beschloß, das Judenthum anzunehmen, und er bewog auch dashimjaritische Heer, dasselbe zu thun ^).
Auf seinen Wunsch begleiteten ihn die zwei jüdischen Weisenaus Jathrib nach Jemen, um das Volk zum Judenthume zu bekehren.Indessen war die Bekehrung nicht so leicht; ein Volk läßt nicht sofortauf Verlangen seine angewöhnte Denkart, Sitten und Unsitten fahren.Die Sage erzählt noch, die Bewohner der Hauptstadt Sanaa hättendem Könige die Thore verschlossen und ihn mit Krieg bedroht, weiler den Kultus seiner Väter abgestellt. Darauf habe Abu-Karibadie Himjariten durch eine wunderbare Probe von der Göttlichkeitdes Judenthums überzeugt. In einem Berge, nahe bei Sanaa, gabes nämlich eine Höhle, welche von den Einwohnern benutzt wurde,um zweifelhafte Fälle zur Klarheit zu bringen. So oft ein Streitunter Parteien ausbrach, sandten die Richter beide in die Höhle, undregelmäßig soll der schuldige Theil von einem ausbrechenden Feuerverzehrt und die gerechte Partei verschont geblieben sein. In dieserHöhle soll auch das Judenthum nach der arabischen Sage die Feuer-probe bestanden haben. Während die Priester mit ihren Götzen voneiner Flammenzunge, wie man sie bis dahin nicht gesehen, verbranntworden wären, seien die zwei jüdischen Weisen, welche die Thora anihren Hals gebunden hatten, unversehrt geblieben ^). Darauf hättensämmtliche Himjariten das Judenthum angenommen. Kaab und Assadsollen auch einen Tempel des Götzen Rajam in Sanaa mit Erlaubniß
fl Litad ini lloariml asiatigus das. und andere Schriftsteller
in genanntem msraoirs.
fl Ueber die Geschichtlichkeit der Thatsache und die Chronologie vergl.Note lO. I.
fl Tabari bei äs Lao^ das. 67S, und andere arabische Schriftsteller.