Bekehrung des Abu-Kariba.
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ließ seinen Sohn daselbst als Statthalter zurück, Weil er sich nichtsSchlimmes von den Einwohnern versah. Kaum war er aber weitergezogen, als ihm die trübe Kunde zukam, daß die Jathribener seinenSohn erschlagen hätten. Von Schmerz und Zorn ergriffen, beweinteAbu-Kariba ihn durch einige Verse und kehrte um, um Blutrache ander verräterischen Stadt zu nehmen. Sein Plan war, alle Palmen-wälder zu zerstören, die Stadt dem Erdboden gleich zu machen, dieMänner mit der Schärfe des Schwerts zu erschlagen, Frauen undKinder in die Sklaverei zu führen.
In Jathrib wohnten zwei arabische Stämme, die Benu-Ausund Chazrag und die jüdischen Stämme Kuraiza und Nadhir (wieschon erwähnt). Abu-Kariba entbot zuerst die Stammeshäuptlingezu sich ins Lager zu scheinbar friedlicher Unterredung. Als sie abervor ihm erschienen, ließ er sie sämmtlich enthaupten, bis auf einenebenso tapferen wie dichterisch begabten Mann, Ochaichah, der demGemetzel entkam, nach der Stadt zurückkehrte und einen festen Wider-stand organisirte. Darauf belagerte Abu-Kariba mit seiner zahlreichenReiterschar die Stadt nnd ließ die Palmenbäume, von denen die Be-wohner ihre Hauptnahrung zogen, umhauen. Ein jüdischer Dichter ausJathrib sang bei dieser Gelegenheit eine Elegie auf die umgehauenenPalmenbäume welche die Araber wie lebende Wesen liebten und überderen Zerstörung sie wie über den Tod eines theuren Verwandtenklagten. Die Juden kämpften wetteifernd an Tapferkeit mit den
Ausiten und Benu Chazrag gegen Abu-Kariba und ermüdeten seineSchar. Während der Belagerung erkrankte der himjaritische Königschwer und fand kein frisches Wasser in der Nähe, seinen brennendenDurst zu löschen. Alle diese Umstände machten ihn geneigt, auffriedliche Unterhandlung ciuzugehen. Zwei jüdische Gesetzeslehrer(AchbLr) aus Jathrib vom Stamme Kuraiza, mit Namen Kaabund Assad^), benutzten die Erschöpfung, in der sich Abu-Karibabefand, sich in sein Zelt zu begeben und ihm ins Herz zu reden, denJathribenern zu verzeihen und die Belagerung aufzuheben. Was ihmdie jüdischen Weisen sagten, ist nicht bekannt, da die arabischen Quellenan diesem Punkte den Faden der Geschichte abgeschnitten und dasSpinngewebe der Sage angeknüpft haben, um ihren Religionsstifter
U Litsb al-H.Abs.ick, mitgetheilt von Perron im äournsl ssisickqus,Jahrgang 1838 S. 446.
2) Ns.bs.ri, mitgetheilt von cks 8ss^ in rasrnoirs äs I'sosäsnckö äss in-ssrixUons N. LUVIII. S. 873. Da heißt es ausdrücklich: äsnx äostsnrsjrckt's bsbitsvcks äs Uors'its, äond bau ss nonnns Ossb sd t'srckrsHs sä, viursick Is drouvsi (Nobbs).