Juden in Spanien.
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auch ein Erbtheil der Juden dieses Landes geworden war, begnügtesich nicht mit der Thatsache, daß die jüdische Colonie in Spanien schondas Bürgerrecht in diesem Lande hatte, ehe noch die Westgothen und andereVölkerschaften den eisernen Fuß in das Land gesetzt hatten, sondernwollte für sie noch ein höheres Alterthum behaupten. Die spanischenJuden wollten schon nach der Tempelzerstörung durch den babylonischenEroberer Nebnkadnezar hierher verpflanzt worden sein. Einige jüdischeFamilien, die Jbn-Dand und die Abrabanel rühmten sich vondem davidischen Königshause abzustammen, deren Urahnen sich seitundenklichen Zeiten theils in die Gegend von Lucena und theils umToledo und Sevilla angesiedelt haben sollten^). Die zahlreiche spanisch-jüdische Familie Nasi führte ihren Stammbaum ebenfalls auf denKönig David zurück und bewies es durch Stammbaum und Siegel").Bescheidener war die Familie Jbn-Albalia; sie datirte ihre Ein-wanderung erst aus der Zeit der zweiten Tempelzerstörüng. IhreFamilientradition erzählt, der römische Statthalter von Spanien habesich von dem Sieger Jerusalems edle Familien aus der HauptstadtJudäas erbeten, und Titus habe ihm solche zugesendet. Darunterhabe sich ein Mann, Namens Baruch befunden, der die Kunstwebereider Vorhänge für den Tempel verstanden. Dieser Baruch, der sichin Merida niedergelassen, soll der Stammvater der Jbn-Albalia ge-worden seines.
Da die mit den Israeliten sprachverwandten Phönizier in SpanienStapelplätze für ihre Maaren angelegt und feste Städte zur Ausbeutungder Reichthümer des Landes gegründet hatten, so gab dieser Umstandder Sage eine scheinbare Stütze, daß die hebräisch klingenden Städte-nameu von den eingewauderteu Israeliten zur Erinnerung an dieheimathlichen Töne oder an die erlittenen Schicksale herrührten. DieStadt Toledo (Noletum), eine geraume Zeit die Hauptstadt derPyrenäischen Halbinsel, weil sie im Munde der Juden und AraberTolaitola klang, gab Veranlassung zu der Behauptung, sie wäre voneingewauderteu Israeliten erbaut worden, und ihr Name erinnere anihr Exil (Nsltsl) oder an alte israelitische Geschlechter (Noleäotli).Die ganze Ungereimtheit dieser stolzen Sage veranschaulicht einspäterer spanisch-jüdischer Dichter in folgender Strophe:
U Ibu-tUsI bei ^brabs-usl Lommentar zu Zacharia 12, 7 und zu II.Könige Ende.
2) Ibu-VsrAs, Lobsbsb ckslluäs, säit. Hannover x. 89.
3) Ibu-Oauä Lstsr lla-UrrbbalsIi.