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Geschichte der Juden.
werden und mit dem Tode büßen sollten (um 629). Die gleichzeitigenJudenverfolgungen in Frankreich und im byzantinischen Reiche haben dieChronisten darauf geführt, daß sie auf gemeinsame Verabredungzwischen Heraklius und Dagobert erfolgt sei, indem der erstere denfränkischen König auf die Gefahr aufmerksam gemacht, welche derChristenheit von Seiten eines beschnittenen Volkes drohe ^). Indessenstand Dagobert schwerlich damals mit dem byzantinischen Kaiser inVerbindung. Viele Juden sollen bei dieser Gelegenheit zum Christen-thume übergegangen sein. Ob dieser Taufbefehl in allen Theilen desReiches strenge befolgt wurde, ist sehr zweifelhaft. Die fränkischeMonarchie, obwohl unter einem Oberhaupte vereinigt, war kein einheit-licher, organisch zusammenhängender Staat. Die Austrasier, diedeutschen Völker, gehorchten nur ungern einem neustrischen Könige,und da die Bevölkerung überhaupt nichts weniger als fanatisch war,so durften die Juden wahrscheinlich, nachdem Dagobert's Zorn verrauchtwar, im Lande bleiben. Daher kommt es, daß das Concilium vonRheims (630) wieder die früheren kanonischen Beschlüsse gegen dieJuden erneuern mußte. Es verbot noch einmal den Handel mitchristlichen Sklaven, die Theilnahme an jüdischen Gastmählern Unddie Bekleidung von öffentlichen Aemtern ^). Je mehr das Ansehender merovingischen Schlafmützenkönige, wie man sie nannte, sank, unddie Macht der politisch umsichtigen Hausmeier, der NachkommenPipin's stieg, desto mehr hatten die Juden vor Verfolgung undQuälereien Ruhe. Die Vorläufer Karl's des Großen mochten wohlahnen, daß die Juden eine brauchbare Menschenklasse sind, derenRührigkeit und Verstandesgewecktheit dem Staate nur Nutzen bringenkönnte. Nur noch der Betrieb des Sklavenhandels blieb eine stehendeRubrik der Klage auf den Kirchenversammlungen; aber ihr Eifervermochte diesen Menschenhandel nicht abzustellen, weil sie ihn nureinseitig verdammten.
ff Die Thatsache von einer Judenverfolgung unter Dagobert ist nicht weg-zuleugnen. Sie wird von Fredegard Obrouieou o. 42, in den Ossis. OsZo-bsrii und in den jüdischen Chroniken des Joseph Cohen Libro bsjsmimAnfangs und ümsll bs-Lsobs S 8. erzählt. Freilich ist der Zug, daß es aufHeraklius' Inspiration geschehen, sagenhaft. Paulus Emilius (in seinem WerkeLs rsbus b'rsuvorum x. 44) beleuchtet den Hintergrund dieser Verfolgung:Horum Usbrseorum bsmsu sliguob millis in Osllism süuAsruub (s Ais-xsuis). lurps viäsbsiur I'rsuoo s 'WisiZoibis sjsobos tmibus suisrsssxios äiuiius rsiiusrs so 'lVisiAotbis rsUZioui esLsrs. Os^obsrbusiZitur äism xrsssiib, ioirs gusm guigui morbslium rsligiousm uostrsrauou proübssubur, bosbss juäissrsubur, oomxrsbsusigus ospits lusrsut
ff Oouo. Nbsmususs o. 1l, Nsusi X. p>. W.