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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Ktesiphon entfernt und unter einem arabischen Häuptling stehend, z

ihnen Schutz bot. In Perö;-Schabur setzten sie ihre Thätigkeit fort, !

und es entstanden dort neue Lehrhäuser, von denen sich das von i

R. Mari am meisten anszeichnete Z. j

Glücklicherweise dauerte Hormisdas' grausige Regierung nicht '

lange; die Perser wurden unzufrieden und aufsässig, die politischen Feinde !

Persiens drangen von allen Seiten in dessen Gebiet ein und eigneten sichLänderstrecken au. Das Reich der Sassaniden wäre damals schon einem.glücklichen Sieger zugefallen, wenn es nicht der muthige FeldherrBahrain Tschubin vom Untergange gerettet hätte. Als aber derunbesonnene König in seiner Verblendung so weit ging, den Retter i

des Vaterlandes mit Undank zu lohnen und ihn zu entsetzen, empörte >

sich Bahram gegen ihn, stürzte den Unwürdigen vom Throne undwarf ihn in einen Kerker, wo er später ermordet wurde (589).Bahram, der Anfangs zum Scheine im Namen des Prinzen Chosrudie Regierung führte, warf später die Maske ab und setzte sich selbstauf den persischen Thron (58990). Die Juden Persiens und

Babyloniens begrüßten in Bahram ihren Befreier; er war für siedasselbe, was der Kaiser Julian zwei Jahrhunderte vorher für dieJuden des römischen Reiches gewesen war. Er hob den über sieverhängten Druck auf und begünstigte ihre Bestrebungen. Dafür hingensie ihm auch mit vieler Hingebung an, unterstützten ihn mit Geld undMannschaften und waren seinem bestrittenen Throne eine Stütze, ohnewelche er sich schwerlich auch nur auf kurze Zeit hätte halten können. ^Denn das persische Volk wendete nach kurzem Schwanken seine Sympathie -dem rechtmäßigen Thronerben Chosru zu; nur das Heer blieb Bahram !größtentheils treu, und die Juden sorgten sicherlich für Verpflegungund Sold der Truppen. Die Wiedereröffnung der geschlossenenLehrhäuser in Pumbadita und Sura, welche in der Chronik für dasJahr 589 cingezeichnet ist, steht mithin ohne Zweifel in ursächlichemZusammenhänge mit der Anhänglichkeit, welche die Persischen Judendiesem Herrscher erwiesen. R. Chan an aus Jskia kehrte vonPeroz-Schabur nach Pumbadita zurück und stellte die alte akademischeOrdnung wieder her; wahrscheinlich erhielt auch die weit angeseheneresuranische Akademie zur selben Zeit ihr Oberhaupt, obwohl der Namedesselben in den Chroniken verschwiegen ist.

Bahrains Regierung dauerte indessen nicht lange. Der byzan-tinische Kaiser Mauritius, bei dem der flüchtige Königssohn ChosruZuflucht genommen hatte, sandte ein Heer zu seiner Hilfe, dem sich

i) Scherira's Sendschreiben 38 unten. Ich citire nach B. Goldberg's Aus-gabe in Olloxlrss rnabrnoiiira. Vergl. Note 3.