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Geschichte der Juden.
können demnach seine Funktion setzen o. 290— 32g. Was das Faktum derheimlichen Bekehrung dieses Patriarchen zum Christenthum betrifft, so ist, selbstwenn wir Epiphanias' Bericht Glauben schenken wollen, der Täufling Josephvon Liberias nicht klassischer Zeuge genug, um die Aufrichtigkeit eines Pa-triarchen, der im Judenthum lebte und wirkte, zu verdächtigen. Es werdenzwar im Talmud von ihm zwei Thatsachen tradirt, die wie ein Abgehsn vonder religiösen Satzung aussehen (Uosci. Lntnu 12. d.); allein es wird das.zugleich erklärt, daß es weniger ein rituelles Vergehen, als eine Unziemlichkeitfür einen Patriarchen war.
12) Hillel II., Sohn des vorigen. Nach Epiphanias war er beim Tode
seines Vaters noch jung; daher die Erscheinung, daß er lange fungirt hat.359 führte er den festen Kalender ein: um 362 schrieb der Kaiser Julian anihn: rör 'I-irkor rav iweiter unten Note 31). Er
hat also um 320 — 365 oder 370 fungirt. — Nach Hillel fungirten noch dreiandere Patriarchen, deren Namen Zacuto (in Jochasin) erhalten hat.
buwv) "n uo Der Passus ist aus 8säsr Pnuslru IV.
Xiuorniiu entnommen, in unserer Ausgabe desselben aber corrumpirt in um-gekehrter Ordnung: rnpum 8b.n "n b.-ubru rin.n' 'am bu'boz 'i -o in»-.
Hillel muß vorangestellt werden.
13) Gamaliel V., Sohn Hillel's II Von diesem hat Hieronymus eineNotiz erhalten (äs optiiuo g'suers iiibsrprstnnäi nä kniunolrium): daß Theo-dosius der Große ihm gegen den Cousular Hesychius, mit dem der Patriarchin Feindschaft gelebt, Gerechtigkeit widerfahren ließ: Dullurn Ls^elrininvirum oousulnrsm (eoutrn gnsin s?nbrinrelrg, dnmnllsl Krs.vis8imaAiniiuioitis.8 sxosrvult) Dlrsoiiosius prinosxs enpits elnwunvit, guoä soUioitniouotnrio olrg.rtn8 illln8 invn8i83Sb. Dieser Brief Hieronymus' ist, wie derHerausgeber Martianay bemerkt, oiren 393 geschrieben, und in diesem wirdvon der Verurtheilung des Hesychius gesprochen, als von etwas längst Ge-schehenem (llueiuiu). Mithin kann dieser Gamaliel nicht mit dem letzten identischsein, welchen Theodosius II. erst im Jahrs 415 degradirt hat. Er fungirtealso um 365—385. Es folgt also:
14) Juda IV. (oiros. 385 — 40g), von dem weiter nichts bekannt istund endlich
15) Gamaliel, der Letzte, .nunrw pn (eiron 400—4251, von welchemdaS Dekret der Kaiser Honorius und Theodosius II. vom 17. October 415 anden Präfectus Prätorio Aurelianus handelt, beginnend mit den Worten:Hnouiniu Onmnliel sxi8tiius.vit, ss pv8ss impuus äsliirgusrs sto. (6o<1.1Irsoäo8 XIV. P. VIII. Z 22.). Es ist ohne Zwe.fel dis>er Gamaliel, derletzte, VI. und nicht der V., vom dem Marcellus ein Heilmittel gegen dieMilzkraukheit mittheilt, der also Arzt war. Denn Marcellus, der im 5. Jahrh.lebte, spricht von ihm, als von einem Zeitgenossen (cis insilienmsutislibsr 21): Xä spisusm rsinsäium 8inKnl8.rs, guoei äs experimeutw probnti8llniunlislus knkrinrolrn proxiius o8bsnäit. — Es haben also vonHillel an fünfzehn Patriarchen fungirt, worunter sechs Gamaliel. — Nach
R. Gamaliel, dem Letzten, scheint das Patriarchenhaus ausgestorben zu sei».
Diesen Umstand bezeugen sowohl die Worte in 8säsr Dnunim: nipumy
als das Dekret der Kaiser vom Jahre 426 (0. 'I. ibiä. Z 29), die Patriarchen-gelder für den kaiserlichen Staatsschatz einzuzieheu. Hier wird von demÄussterben der Patriarchen (po8t exosWum pakiinrelurrum) gesprochen; ( 0 .
S. 443.)