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Patriarch Juda II. und Antoninus.
lieber die nicht geringe Machtstellnng, welche der jüdische Patriarch mit Be-willigung des Kaisers Alexander Severus einnahm, die sich nur wenig von derköniglichen Macht unterschied, giebt Origenes (Lpistola all Xtrioannm o ll.)einen vollständigen Aufschluß, wie er es selbst lni seiner mehrjährigen Anwesen-
Dieser Brief ist, nach den eingehenden kritischen UntersuchungenRedepennings (Origenes 2. B. 1841-46-, kurz nach dem Ableben desKaisers Alexander Sever geschrieben um 240; dieser Kaiser starb Febr. 235.Ter Patriarch und Ethnarch dieser Zeit kann aber unmöglich R. Juda I., derMischnafammler gewesen sein, wie jeder Sachkundige wohl zugeben wird;folglich war es Juda II., welcher eine so hohe Gunst und eins so ansehnlicheStellung von diesen: Kaiser erlangt hatte. Man übersehe den Umstand nicht,daß dieser Brief sich des Tempus der Gegenwart bedient und also denEindruck unmittelbarer Wahrnehmung wiedergiebt. Hiermit dürstedie Frage über den Kaiser oder Antoninus, welcher nach talmudischenNachrichten einem Patriarchen Gunst zugewendet, eigentlich erledigt sein, daßes weder Marc. Aurel, noch Caracalla, noch endlich Heliogabal gewesen seinkann, wenn dieser Punkt, der füher so leidenschaftlich verfochten wurde, über-haupt noch für so wichtig angesehen würde. Man denkt jetzt nüchterner darüber;es gilt nicht mehr als eine Ehre für die Juden, wenn einer ihrer Patriarchenein freundliches Lächeln von einem Imperator erhalten hat. Von inehrhistorischer Wichtigkeit ist, ob diese kaiserliche Gunst auf dis Stellung derJuden Einfluß hatt. Nun, während wir keine Spur von Bezeugung haben,daß einer der drei genannten Kaiser ein günstiges Dekret sür sie erlassen —eher noch das Gegentheil — so haben wir nächst Origenes' Zeugnis;, auch dasvon Lampridius (in ^.. Lsvsr. 22): luänsis privilsKia. rsssrva-vit.Seine Geneigtheit für die Juden und seine Bekanntschaft mit jüdischen Gesetzenbeurkundet Lampridius durch einige Anekdoten. Hatte der Patriarch in dieserZeit eine beinahe königliche Stellung, woraus es hier mehr ankommt, als aufden wahren Antoninus b. Severus, so ist auch die Nachricht gerechtfertigt,daß Juda II. es war, der von einer Schar Bewaffneter umgeben gewesenLsraoüot 16. ü. 44. n.): 'oii .i'bp 'rw? und .-m-en nir-n iieeo,
daß er bei Audienzen eine Ehreneskorte bekommen (dsnssis Lniida, o. 78. u'aiPNLII b'M 'prn bn — PU 2 N 7WN Nb — nnwb 2 b p'bv cn.n 12 — (Lesartbei Nachmani Comm. zu Gen. 33. 15.). — Noch muß hier 'die interessanteNotiz bei Hieronymus (Oomm. in Onuislsin IX. 34.) erledigt werden, daß dieJuden den Vers: „und wenn sie straucheln, wird ihnen ein wenig geholfenwerden", auf die kurze Gunst bezogen, deren sie unter Kaisern genossen:Hedraecu'um gniänm üaeo äs gsvsro st.4.ntonino prineipidus intslligmutgut änäasos plurimnm äilsxsrnnt. Man könnte leicht nach dieser
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