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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Note 22.

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schon von Frankel und andern aufmerksam gemacht worden, daß der 'loö-.-.n?

oder Iluillu8 patriarelur, mit dem der Kirchenvater Origenes inPalästina verkehrt hat, eben dieser Patriarchensohn Hillel war.

8) Juda II., von dem eben die Rede war. Ich habe den Anfang seinesPatriarchats um 230 angesetzt, ungefähr um die Zeit als Alexander Severusin Syrien weilte. Schwerlich hat er R. Jochanan überlebt, wie A. Krochmalbehauptet (das. III. p. 126). Alle seine Beweise sind auf Saud gebaut.Wir können ihn um 236 270 setzen. Wir sind dazu aus dem Nachfolgendengenöthigt.

10) Gamaliel IV, Sohn Judas II. Von diesem kommt nur wenig im

Talmud vor. lerus. L.bocla Lara. 1. p. 30. I>. vn'vllt 'v 'tvuw ui nm >vuivvitb mim nvv sllp ein t"v . . m mioui ?v'v'v iv'v rir> 'vvo. Dian kann

ihm nur von 270290 Funktionsdauer geben.

11) Juda III. wahrscheinlich Sohn des vorhergehenden. Bei diesem habenwir sicheren chronologischen Boden. Es hat sich gezeigt (o. S. 385), daß er 299bereits fungirte, aber auch zwei Jahre vorher. Es ist unzweifelhaft derselbe,den Diokletian zu sich nach Paneas vorgeladcn hat (Isru8. Derumot VIII.p. 46. d ; denssis Uadda o. 83). Diokletian war zuerst 207 im Orient wegendes Parthischen Krieges (Ollnton das. acl. au. 297.). A. Krochmal beziehtdieses Factum auf Juda II. (das. 126); aber dann müßte er ihn bis 297leben lassen, was er nicht übers Gewissen bringen kann, sondern er läßt ihno. 283 sterben. Aber wie sollte er da von Diokletian vorgeladen worden sein?In der citirten Stelle dsnssis Ladha wird dieser Juda III. auch 'vv genannt.Das führt uns zu einer anderen Bemerkung. Oünlin 51. a, tradirt ein Amoraaus Abbaji's Zeit von einem Patriarchen Labsti: v.v vn "vuv uvro 'v

. . . llNll MV 'wv UVI .vll'xll vllrn 'tllL- NV'IP 'v vllUt uvvpllll n.vnv swvll uvvvt m.vxtn ivvow v'llrll (avvp 'v) ?.vrv mm uvvv-v 4 ull'n . . . .vevlli

7W-M1 . . . llNll MV MLV Vwv ;MLV' .vuvll MV .vnvm- .vr.v m .vt.v! .vvv MVL

.vrvlli Lv uvip .vmp urlli mv. Abaji st. um 336 (o. S. 416). Dieses Factumkann demnach im ersten Viertel des 4. Jahrh. spielen, und dieser UalM mußN. Juda III. sein. Von diesem Patriarchen erzählt ohne Zweifel Epiphanius(aclv. üaeresss p. 128. I.), oder vielmehr sein Gewährsmann, der zumChristenthum übergetretene Joseph von Tiberias: er habe eine Vorliebefür das Christenthum gehabt und sich vor dem Tode taufen lassen. Wenn erihn Hillel und seinen Sohn Juda nennt, so hat er, wie er selbst, an seinemGedächtnis; zweifelnd, angicbt, die Namen von Vater und Sol^n mit einander

Vom Sohn, dem er die schlimmsten Jugendstreiche anhäugt, sagt er i

k/riar»^»,. 07« ^ovror. Die Zeit dieses Patriarchen Juda läßt sich demnachbestimmen. Joseph von Tiberias wurde von Constantin mit der Würde einesComes (»tt«,,,» /to^l-ro-r) bekleidet, also zwischen 312337 war er bereitsgetauft. Näher läßt sich das noch durch den Umstand fixiren, daß Epiphaniusihn als einen ungefähren Siebziger kennen gelernt hat zur Zeit, als derBischof Eusebius von Vercelli von Constantius nach Skythopolis (üetsan)verbannt, in Josephs Haus Gastfreundschaft genoß, um 356. Joseph ist alsoum 286 geboren; beim Tode des Patriarchen wurde er noch als Jude zumErzieher des jungen Patriarchensohnes ernannt, doch wohl schon als mindestensDreißiger, also zwischen 316326. In dieser Zeit starb also Juda III. WirGraetz, Geschichte der Jude». IV. 29