Note 22.
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und Juda II. das Patriarchat van Gamaliel III. liegt, dem nur doch Raumgeben müßten. Indessen muß dieser Punkt vorerst kritisch gesichert merden;denn hier herrscht eben eine arge Confusion, welche im Olmlun noch vermehrtwurde. Sie beruht auf einem weitgreifeuden Jrrthum, zu welchem sich derBiograph „des Hauses Rabbi" durch den ihm so sehr verhaßten babylonischenTalmud verleiten ließ. Cr hat nämlich in Olmlnr: III. eine Reihe von ordinirtcnJüngern zu einer Reihe von aufeinanderfolgenden Schulhäupterngemacht und ihnen viele Jahre Amtsdauer gegeben, wodurch ihm die der-zeitige Chronologie zu knapp wurde. In Jerus. Talmud (Haanib IV. p, 68. a.Parallelst. Xolrsleb Ladda, p. 161. d) wird erzählt: Rabbi, d. h. Juda I. habestets nur zwei Jünger jedes Jahr ordinirt, seinem Sohne habe er aber aufdem Todbette empfohlen, davon abzugehen und alle (Würdige) zugleich zuordinireu, zuerst aber Chanina (b. Chama), was dieser auch that. Chaninamochte aber nicht den ersten Platz eiunehmen, sondern trat ihn R. Ephesab. Nun gab es dort einen alten Mann, der zum zweiten Platz würdigwar: darum zog es Chanina vor, als dritter ordinirt zu werden. Ich gebedie Stelle in sxtsiwo (X bedeutet Text des Jerus. Talmud, LI. X. Text imZliclraseü Xodslet): p2pri2 p.:.n "ir pm pu irs ZI. X) p'n-,2 p^ri 222 .-r.v poP7w: 22 uim p pwpn up '2u .u'iob 2,2s -2222 (;w22 ZI. X) PP2OO2 pm ^2 pm
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'UN'PN »'2222. Hier ist also nur vom Ordinireu der Jünger und von demSitzen in den Reihen vor dem Collegium die Rede. Chanina mochte zuerst nichtden ersten Platz gegen Ephes einnehmen und trat dann auch den zweiten einemalten Jünger ab. Der babylonische Talmud hat schon das Sachverhältniß mißver-standen und den Ausspruch: v'»2s ss- »22 2s »um auf den Vorsitz im Lehr-hause gedeutet (Xetmdob p. 103. d.l. Für den alten Mann (so in) setzte erLewi (b. Sißi), was möglich ist, mußte ihn aber wegen erfahrener Zurück-setzung bei dieser Gelegenheit nach Babylonien auswandern lassen und ver-wickelte sich in lauter Sophismen, um der Frage zu begegnen: warum dennnicht der bedeutende R. Chija zum Oberhaupt und Leiter des Lehrhausesernannt worden ist. Die Chronographen, welche von dieser Relation imJeruschnlmi keine Ahnung hatten, verfielen natürlich in denselben Jrrthum,lassen auf R. Juda I. R. Ephes folgen und dann R. Chanina b. Chama, wassich wunderlich genug nusnimmt, da doch eigentlich der Patriarch selbst Leiterund Vorsitzender war. Daß aber auch A. Krochmal sich von diesem Jrrthumverstricken ließ, ist erstaunlich. Alles, was er das. (Ollalur: III. p. 120 fg.)aufstellt, von der Nachfolge R. Ephes und R. Chanina's, von der blindenUnterthänigkeit des Letzter» gegen das PatriarchenhauS, und von andernJntriguen und Tendenzen desselben, das ist Alles lauter Tedenzmacherei. Wirkönnen und müssen bei der Diadoche bleiben: Gamaliel folgte auf seinen VaterJuda I., wahrscheinlich war er der ältere, und brauchen nicht mit dem baby-lonischen Talmud das. die Worte: »'es vs 2»'22s s:n '-s pp2v zu urgiren;Simon ernannte er zum Chacham, d. h. zum Sprecher und Referenten imLehrhause.
Nach dieser nothwendigen die Chronologie berichtigenden Digression kehrenwir zum Hauptthema zurück. Es hat drei Patriarchen R. Juda gegeben,der erste und zweite sind bekannt, auf den dritten dagegen haben die 1o8sakot