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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Note 22.

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liche Hauptumstände. Nur die Namen der Sendboten scheinen fingirt, dagegendie in Jerus. genannten: im "n p.nr- ", die richtigen; in Jerus. muß aber indem Satze pm n'? das in pj ", emendirt werden,

welcher Zeitgenosse Chananja's war.

Gelegentlich sei auch eine mit dem Obigen zusammenhängende dunkleStelle in Isrus. Xstullot II. p. 26. o. unten, erläutert, welche beweist, wiesehr die Anordnung des Kalenderwesens im Auslande perhorrescirt wurde.Es wird erzählt: Zwei Töchter des berühmten Amoräers Samuel seien inNahardea in Gefangenschaft gerathen (von Papa b. NazarOdenath) undnach Palästina geführt worden. Dort hätten sie ihre Gefangennehmung sodargestellt, daß ihre jungfräuliche Unschuld nicht verdächtigt werden konnte; inFolge dessen hätte der scrupulose Simon b. Aba zuerst die Eine, und nachderen Tod die Andere geheirathet, die aber auch starb. Darauf wird daselbstdie Frage erörtert: woran sich wohl Samuels Töchter versündigt häiten, unddie Antwort lautet: weil Chananja, Neffe N. Josua's, die Jntercnlation wider-gesetzlich im Auslande vollzogen hätte: po pipe' nr .pipe-r

.vrma 7W>i nn mn p n-nn nn^n. Die sophistische Erklärung

dieser räthselhaften Stelle, welche Elia Wilna davon gegeben, mag ich erst garnicht anführen. Samuel hat einen sixirteu Kalender auf astronomischerBerechnung einführcn wollen (ll. Losoll lla-8olla.ua 20 ll.): v 2 n

nch: nchri, mpn?. -Er sandte an R. Jochanan eine Kalenderbcrechnung au60 Jahre (Ollulin p 05. ll.): p-e- prie-r nnwp (pan "it bnure') .-oi> n-e' rr>:.Dieser Versuch, einen immerwährenden Kalender einzuführen und damit demPatina:chenhause so wie dem judäischcn Spnhedrin eine wichtige Prärogativezu entreißen, wurde Samuel sehr übel genommen. Und auch in unsererStelle liegt ein herber Tadel: Samuels Töchter sind hintereinander gestorben,weil ihr Vater dasselbe Vergehen intendirt hat wie Chananja: einenFest-Kalender außerhalb Judäa's einsühreu zu wollen nnmn rmem würdebedeuten:wegen derselben Sünde".

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Die Reihenfolge der Patriarchen ans dem HiUel'fche» Kaufe

Diesem Thema muß ich eine eingehendere Untersuchung widmen, alsfrüher, weil die hebräische Zeitschrift Ollalnn es theilweise zum Gegenständemonographischer Darstellung gemacht und manche Seite darin gut beleuchtet,im Ganzen aber zur alten Confusion der talmudischen Chronologie ohne Kritikeine neue hinzuaefügt hat. Tie Hauptträger dieser Zeitschrift haben eineerstauuenswerthe Eingelesenheit in den talmudischen Literaturkreis und besitzenauch ein feines, kritisches Wittsrungsorgan, auch im Schutte historische Erz-klümpchen zu finden. Allein diese vortrefflichen Eigenschaften an ihnen werdenvon zwei anderen neutralisirt. Sie haben in ihren hpperborarschen Wohn-plätzcn keine Kunde von externen historischen Quellen, müssen sich die Notizendazu auS der hundertsten Hand verschaffen und gehen daher bei Anwendungderselben auf die tnlmudische Epoche meistens fehl, weil ihnen eben die Dis-position darüber und die kritische Sichtung derselben abgcht, die sie für dastnlmudische Gebiet in so hohem Grade besitzen. Die chronologischen Resultateim (lllalns in Betreff einiger Patriarchen sind daher fast durchweg unbrauchbar