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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
Entstehung
Seite
557
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Note 10.

öö7

7>1271,7 oder 117,71, gedruckt Sulzbach 1692, Brüuu 1775). Daselbst heißt es«ms dem Titelblatt: 1'77 PX7.1 pi7 i?72 i'.ii 717 p^v77 7pi 17-x 7>-iox -7'7p 127-L-XI ->7X117 1'bis 17-12 1I21X 17^7 V1 117-17' -7-X1 .12.1 7'271 p'7,7 11,72 Ml 1P1

10 " e? 17177 11 ' 7p. Im Texte zu den Beschlüssen über Zinsnahme Ende Nr. 14:

27'x II^'i-7 1X177, X,7X1,71 X7I17 >°7X7 '7 11 rix '77 pb,'l7 >7'X17 11'17 1717 117X -7'7P'2X1 llp'77 211,7 71'11 >'7P7 ,117 1:27 77712 1'1 X^7 77 . . . 7"N1I 111711X7 7',77P12

'17b >12771 711712 ,11117.1 pb 1'1'7 .172 117-17'. Znm Schlüsse heißt cs: '171

1 'pll 1'1,71 1277.17 17 711111 71171 1717' 117 flbl . . . '117771X . . . >7 112111 77,71

1"72 -72X17 1'1'7 17 11711172 (der Ausdruck '7217 1 ' 1 ', eigentlich p'7217 be-deutet die Messe zu 8t.. Oromnies). Diese Synoden werden auch zuweilendie derDreiländer" genannt, je nachdem Litauen mitgezählt wird oder nicht.Im oben angeführten Protokoll (S. 555) werden die Delegierten von Litauenmit erwähnt. In anderen wieder ist dieser Landcsteil ausgeschlossen. DasVerhältnis von Litauen zu den übrigen Landesteilcn wird erst richtig gestelltwerden können, wenn mehr Material darüber zusammengestellt sein wird.

So viel ist sicher, daß diese Synodalversammlungen vor dem Jahre 1572nicht organisiert waren, also noch nicht zur Zeit des Königs Sigismund August.Unter dem Ephemcrenkönig Heinrich von Anjou können sie wohl nicht entstandensein. Denn wenn sie auch nicht von der Krone autorisiert waren, so hat siedieselben doch vielleicht in ihrem eigenen Interesse gebilligt. Ja, wenn manin Betracht zieht, daß die Synoden auch die Steuerverhältnisse geregelt undrepartiert haben, so muß der König geradezu seine Zustimmung zu dieserOrganisation gegeben haben. Aus dem oben angeführten Aktenstücke geht hervor,daß erst der König Stanislaus Poniatowski im Jahre 1764 die Machtbefugnisder Deputierten aufgehoben hat. Bis dahin müssen sie also sozusagen-.»--Savkrv fungiert haben. So läßt sich vermuten, daß unter dem

König Stephan Bathori, welcher den Inden Wohlwollen gezeigt hat, zwischen1575 bis 1580 die Organisation der Vierlkndersynode begonnen hat.

Aus den oben angeführten Notizen geht mit Entschiedenheit hervor, daßsie tatsächlich wohl organisiert war. Es war ein Wahlmodns dafür cingesührt,die Verhandlungen und Beschlüsse wurden protokolliert, kurz, cs zeigte sich darinein zivilisierter Charakter. Diese Organisation kann nur von Männern ans-gegangen sein, welche eine gewisse Weltkenntnis neben Autorität besessen habenund imstande waren, in das formlose polnische Wesen Ordnung zu bringen.

Aus diesem Umstande ließe sich folgern, wer die Regelmäßigkeit der Synodeneingeführt hat. David Gans berichtet mit zeitgenössischer Treue, daß Mar-dochar Jafa, der 20 Jahr Rabbiner in Grodno, Lublin und Krcmniz war,als das Haupt der Rabbiner und Richter der Drei Länder galt; Jjar 1592sei er nach Prag gekommen: (i'ii 122 I zum Jahre 5352): . . . ir- '7112 '1

171,17 171 X7 XII 112IX 171171 '7"11 117'7" '17X1 '^71172 1 ,7 p 1 17X1 XII

7 "7v i"x. Jafa war nach dem Tode seines Lehrers Mose Jsserles und

Salomo Lurjas die bedeutendste rabbinische Autorität in Polen, hatte inDeutschland und Italien Reisen gemacht, und hatte so viel anderweitigeBildung und auch, so zu sagen, deutschen Ordnungssinn oder deutsche Pedanterie,um öffentliche Angelegenheiten nicht mit polnischer Formlosigkeit leichthin zubehandeln. Da er in Lublin, einer der zwei polnischen Hauptmessen, Rabbinerwar, so verstand es sich eigentlich von selbst, daß er bei wichtigen Prozessen,Verhandlungen und Beratungen, die zur Zeit der Messen ausgemacht zuwerden Pflegten, den Vorsitz führte. Zu diesen Messen in Lublin und Jaroslawströmten so viele Tausend Inden ans den drei polnischen Landesteilcn zu-