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Geschichte der Juden.
Durch diese Nachricht sind wir in den Stand gesetzt, sein früheres Lebenzu ergänzen. Er war erster Arzt bei König Sigismund August von Polen(1548 bis 1572). Es ist ohne Zweifel derselbe italienische Arzt Salomoin Krakau, von dem in den LMM. Salomo Lurjas (Nr. 21) und MoseJsserles (Nr. 3l>) die Rede ist. Es ist nämlich daselbst von der zweifelhaftenVerlobung der Schwägerin eines italienischen Arztes dieses Namens die Rede.An der ersten Stelle: ips .-on> irmvns ivm osnn nsii.nr>
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b:i. Bei Jsserles: op iiwv nw o.-.isn -mna ns n>nv
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'Pli nL^e, > 1 . Ein Arzt Namens Salomo aus Italien, der in dieser Zeitin Krakau lebte, kann kein anderer als Salomo Aschkenasi gewesen sein; erwar, obwohl er den Beinamen Aschkenasi führt, ein Italiener und stammteaus Udine. Aus Jsserles' Lssponsum erfahren wir auch das Jahr. DasZeugenverhör über diesen Eheprozeß ist ausgenommen: vsv s">, d. h.
Januar 1559. In diesem und dem vorangegangenen Jahre war S. Aschkenasigewiß in Krakau, in der damaligen Residenz der Könige von Polen. Carmolygibt an, eine Handschrift gesehen zu haben, welche von weiten Reisen diesesjüdischen Arztes in Frankreich, Deutschland, Polen und Rußland berichtet(bistoirs äss roääseins .jnit's p. 185). Aus dem wichtigen Bericht über ihnvon einem venezianischen Gesandten (wovon weiter) wiro sich ergeben, daßSalomo bereits 1564 in Koustantinopel war. Wenn der französische Gesandtelllr. du Ferrier mitteilt, er sei lange Zeit erster Arzt des polnischenKönigs Sigismund August gewesen, so ist diese Zeit zwischen 1548 bis 1564 ein-zuschränken. Sonderbarerweise leugnet Jechiel Zünz in seinem Werke (Geschichteder Krakauer Rabbinate, piri i>p Xcläitamm. p. 68 ff.) die Identität desArztes Salomo Aschkenasi mit dem Arzte Salomo, von dem bei Lurja undJsserles die Rede ist. Er polemisiert gegen meine Identifizierung und behauptet,der Arzt in Krakau sei Salomo Calahorra (auch Kalmar genannt) ge-wesen. Aber die von ihm zitierten Zeugnisse hätten ihn belehren können, daß erauf falscher Fährte gewandelt ist. Denn der in polnischen Urkunden genannteDoktor Salomon Calahorra, dessen Identität mit (^nins'bp niss nsw ivi>v(Vater des Vers, von i>nieo nsro) sicher ist, war ein Spanier aus Calahorra,während der Arzt Salomon bei Jsserles ipiiw, der Italiener, genannt wird.
Für Salomo Aschkenasis Biographie, namentlich für seinen Eintritt in dasVertrauen des Großveziers Mahommed Sokolli und sein allmähliches Avancierenist der Bericht des venezianischen Gesandten Marcantonio Barbaravon 1573 (in XIbsri'8 Lslusioni cksAli ambasoiatori Vsnsti D. XVI. oderXppenäios Florenz 1863) von großem Interesse. Barbara war es, welcherdie Unterhandlung über Abschluß des Friedens mit der Türkei durch Ver-mittelung Salomos leitete, er hat die allergünstigsten Berichte über ihn an den
') n-ms'iip ist kein Erratum, wie Zünz glaubt, sondern die richtige Aus-sprache 0 aI aI o ra. In jedem spanischen Lexikon kann man lesen, daß k an-statt ü gebraucht wird, besonders in der alten Orthographie. In dem Akten-stück des Königs Stephan (LIstrz'üa Xoroua von 1578 bei Math. Versöhn:NobiasL Lodu p. 48) Salomon Calehore msä. cir. bsbrasus, oivis 6ra-eovisusio. Seine Familie stammte demnach aus dem spanischen StädtchenCalahorra. Dieser Name wurde aber Calafora und von den Juden Kali-fo r a, korrumpiert Kalwari, ausgesprochen.