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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Note 8.

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übersehen, und erst dadurch ist man imstande, seine nicht uninteressante Bio-graphie zu verfolgen. Von der jüdischen Favoritin Äiera ist bisher nur dasWenige bekannt, was v. Hammer in seiner Geschichte der Osmanen über siemitgeteilt hat. Einige ergänzende Nachrichten über sie dürften daher nicht un-wichtig sein.

I. Salomo Aschkenasi.

Fast alle Gesandtschaftsberichte, französische, deutsche und italienische,namentlich venezianische Berichte ans dem 16. Jahrhundert nennen denjüdischen Arzt Salomo Aschkenasi. Er war dadurch so bekannt geworden, weiler den Frieden zwischen der Türkei und Venedig nach dem Cyprischcn Kriegevermittelt und abgeschlossen hat. Ein französischer Gesandter an der Pfortebezeichnet ihn als Kadi 8alomon, lavori äs tons Iss Lassas (dnarrisrs,XeZooiations III, p. 883). Bekannt ist cs auch, daß er bestimmend daraufeingcwirkt hat, daß Heinrich von Anjou (später Heinrich III. von Frankreich)zum König von Polen gewählt wurde. Salomo schrieb 1580 an diesen König:massims in In slsotious obs vostra maAkstä Io slsoto rs äs I?olonia,oüs io In causa äs Intto gusllo ss opsrö gm, si dsn oreäo ods mcmsioräs ^cxs (Llr. ä'Xogs) avsrä tirato il tutto a ss (Olmrrisre das. p. 932 Note).Wenig bekannt aber ist cs, daß derselbe früher, vor seiner ärztlichen und diplo-matischen Wirksamkeit in der Türkei, Leibarzt des Königs Sigismund Augustvon Polen gewesen ist, obwohl dieselbe Hauptguclle, der Bericht eines franzö-sischen Gesandten, es mittcilt. Zur Zeit, als dieser Heinrich bei der Nachrichtvon dem Tode seines Bruders, Karls IX. von Frankreich, heimlich Polen ver-lassen wollte, um die französische Krone zu übernehmen, berichtete der franzö-sische Gesandte in Venedig, Nr. de Ferriers, darüber an die Königin-WitweKatharina de Medici 25. Juni 1574 und teilt den, nach seiner Ansicht, weisenRat eines jüdisch-türkischen Gesandten bei dem venezianischen Senate mit, derHeinrichs von Anjou Schritte für gefährlich hielt. Es würde durch HeinrichsAufgeben der polnischen Krone eine große Verlegenheit in Polen entstehen undder Türkei Gelegenheit zur Intervention geben:ponr In eraints gu'ils(Iss kolonais) out ä'estrs invaäsa par Is Vranä-8eiANSur saus eoulsuräs la ßprsrrs g. oommenos su Noläa-vis et anssi par Is moxsn äs

Nranssplvaim ImgusIIs ( oomms mir ests äit enoores liier parl'ambassaäsnr suvoz'ö par Is <Irauä-8eiAueur äsvsrs ess sei°neurs(Is ssuat äs Venioe) ponr la sonlirmation äs la paix, üomms äsIsttrss, st lort alleotious ä notrs ssrvios, ainsi gns m°a svritpar Ini Nr. ä'^ogs, st sst sneorss sn ostts vills lort Ironoradls-msut rsesn st oarssss äs ess ssiKusnrs) sst anjonrälini äslort Aranäs imxortanes, non seulsinsnt eontrs I'smpsrenr . . . inais auss^peontrs la ?olo°ms . . . Lt ssmbls ä iosln^ ainbassaäsnr (gui sstg'nil st a ssts lonK-tsmps prsmisr msäsoin äs Isn ro^p äs?oIoKNS, oomms ä prsssnt il I'sst än dranä-8sitzursur st äs8ou prsmisr bassa, gn'il xosssäs, oomms I'on äit, sntisrs-msnt ste. (6üarrisrs, das. III, p. 521). Obwohl der Na,ne dieses jüdischenGesandten, der ein Mann der Wissenschaften und früher lange Zeit ersterArzt bei dem verstorbenen Könige von Polen (Sigismund August)war, nicht genannt ist, so ist er doch an den Zügen, daß er sich damals inVenedig wegen Abschlusses des Friedens aufhielt, und daß er Leibarzt des Sultansund des ersten Pascha (Mohammed Sokvlli) war und den letzteren vollständigbeherrscht, kenntlich genug als Salomo Aschkenasi.

Graetz, Geschichte der Juden. IX. 35