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Geschichte der Juden.
Die von Joselin nicht genannten zwei Angeber waren demnach MosesWolf nnd Anton Margaritha, und diese haben die Wirrnisse in der Ge-meinde und als Folge davon die Vertreibung derselben veranlaßt. Nebenhersei beleuchtet, welch ein Wicht der letztere gewesen sein muß, weil Luther seinegiftige Anklageschrift benutzt hat und auch persönlich von ihm gegen die Judenaufgestachelt worden sein muß. Joselin erzählt, daß der Kaiser Karl V. infolgeder in Margarithas Schrift enthaltenen Anklagen gegen die Judenheit erbittertgewesen und Joselin habe vorladen lassen, um ihn darüber zu vernehmen.Was hat den Kaiser so sehr in Harnisch gebracht? Joselins Tagebuch gibtdarüber Ausschluß. Im Jahre 1529 hatte Sultan Snleiman glückliche Er-oberungen in christlichen Ländern gemacht, hatte Ofen genommen und stand mitseinen Heeresmassen vor Wien. Nun ging das Gerücht, die Inden stünden ingeheimer Verbindung mit den Türken. Darüber war der Kaiser nnd KönigFerdinand von Österreich so ausgebracht, daß sie die Juden ans ihren Reichenvollständig zu verjagen gedachten (Lsvus ä. Lt. XVI, 99, Xr. 14): p"i me-:a'222 2ii>'bx >222 ,v':>2 ix 2:2"? 22 pii22>2 -'iim.i 2:2 2ii:i--2 b2i: ,2121 212: 21,2 --2'2122.2 .12-2 i>:2 -12 22'22 uv ,2,22 N2V 1:2 "',2221 ->2.21 22',22 i:-:i2N -:M2 212. Nnnhatte Margaritha in seinem Buche dieselbe Anklage erhoben, daß die Judenden Türken in dem Kriege Vorschub geleistet Hütten, und diese Anklage schienglaubwürdiger als die Gerüchte, da sie doch von einem Inden herrührte. ImTagebuch, wie in seiner Schrift 22,21:2 'o erzählt Joselin, daß es ihm gelungenwar, diese Anschuldigung gegen die Juden auf Landesverrat vollständig zuwiderlegen und die beiden Fürsten von dem Ungrunde derselben zu überzeugenund zu beschwichtigen. Im Tagebuch: '2222 '2222: 221,22 21^2,22 22202 -2 2 x 1
1 ^ 2,212 ->2 N2'!2 . 2'222 U122 >:»2 , 2I2 - L"N 2 > x2 M12I22 N2>'>'22 221 ' 2I i :> 2l22:.22
MS2 ,:>121',2 i>2 M",21.1:'2I22-:N2 -222. In der Erzählung von der An-geberei: 212,N2 22:22b! 2122: 2121122 2'v>2i> ;>"2 21V' 2x12 22W2 ll'21122 >b 121
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Joselins Apologie, welche er bezüglich der Anklage des Landesverratsmit reinem Gewissen geben konnte, hat den Kaiser so sehr überzeugt, daß erMargaritha zuerst in Haft nehmen ließ und dann aus dem Reiche verwies.Joselin erzählt nämlich zum Schlüsse, daß Margaritha, der katholisch getauftwäre, zum Luthertum übertrat und für seine Glaubensgenossen Dornen-stacheln war: i>2,2^ 12212! 1122: 2x2 (? 2L'22) 221,22 10:12^ M22 P122 212 1V2 P22: 2>'Ul'22 (2':>:2'b) 2':>:22 2'21 2'222 2121^2 2n 1^21 1:2!2N >212212 2N22 2>'12!22. Luthersleidenschaftlich verbissene Anklagen gegen die Juden in der Schrift „Bon denJuden und ihren Lügen", vor seinem Tode verfaßt, sind größtenteils aus Mar-garithas Buch „Der ganz jüdisch Glaub" entnommen.
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Zalomo Molchs und David Reubrni.
Welche erstaunliche Fortschritte die Erforschung der jüdisch-geschichtlichenQuellen in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, dafür liefert nichts so sehreinen Beweis, als der Unterschied in der Kenntnis, die mau früher von denbeiden Persönlichkeiten, dem Abenteurer David Reubeni und dem kabbalistisch-messianischen Schwärmer Salomo Molch o, hatte, und die man jetzt vonihnen hat. Bartolocci und Basnage haben die Existenz des ersteren