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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Note 2.

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instische Satiriker gerade diese Piece gegen sein Wissen Pfefferkorn ab- undWigand Wirt zugesprochen haben?

. Beschyrmnng Joh. Pfefferkorn (den man nicht verbrannt hat) löllftauch lat. unter dem Titel: vstsnsio ooutrs, tnmosn8 st eriminales obso.virr. epistolas, dem Papste Leo und dem Kardinalskollegium gewidmet beiBöcking, abgedr. 8nppl. I, 81 bis 176. Es enthält die retrospektive Erzählungder Vorgänge. Wahrscheinlich von Ortuin Gratius übersetzt.

11. Strehdt-püchlein, wider den falschen Bruder Renchlin und seineJünger Obsonrornm virornm, 1S16.

12. Eine mitleidige Clag' gegen den ungläubigen Renchlin, 21. März.IS2I. In der Mitte sind in dem von mir benutzten Exemplar der Wolfen-büttler Bibliothek einige leer gebliebene, den Zusammenhang unterbrechendeSeiten. Es ist die frechste und unverschämteste dieser Schmähschriften, worinin Bild und Wort Renchlin als der schwärzeste, ehrloseste Verbrecher be-handelt wird.

Ob Pfefferkorn außer in diesen auch in anderen Schriften sein Gift ans-gespritzt hat, ist weiter nicht bekannt. Es ist aber gewiß erlogen und lediglicheine Prahlerei vor dem christlichen Publikum, was er in seiner ersten Schriftbehauptet, er habe die Evangelien zur Bekehrung der Juden insHebräische übertragen.

Ans diesen Quellen lassen sich die Anfänge, der Verlauf und die Inzidenz-fälle in dieser welthistorisch gewordenen Streitsache gegen den Talmud genauverfolgen. Für den Anfang sind besonders die hebräischen Aktenstücke interessant,die ich aus der RoseiNhalschen Bibliothek veröffentlicht habe (oben S. 477).Einiges Detail dazu liefern auch Notizen aus den Franks. Bürgcrmeister-büchern, mitgeteilt von L. Geiger im Archiv für Gcsch. (1869, S. 208 fg.).Doch vorher müssen die Personalien abgemacht werden; die Geschichte mußebenso wie die Justiz verfahren, solche auch bei gemeinen Verbrechern nichtzu übergehen. Ohnehin sprechen die Monographien mehr oder weniger davon,und am Ende hängt das Urteil über Grund oder Ungrnnd der von Pfeffer-korn vorgebrachten Anschuldigungen gegen die Inden und ihr Schrifttum vonder Beurteilung seines Charakters ab. Pfefferkorn gibt seine Abstammungselbst an. Im Handspiegel (Bl. 17a,) bemerkt er:Alles, waS ich davon(vom Talmud) schreibe, habe ich von ihrem (der Juden) höchsten, großgeachtetenFürsten des Talmud, und ist mein angeborener Vetter; sein Name»kabbiMe'ir Pfefferkorn. Die Juden haben auch keinen solchen Hochgelehrtenmehr; bei demselben Rabbi bin ich von Jugend ausgewachsen . . . von ihmgehört, gelernt, gesehen und gelesen." Nun das ist eitel Aufschneiderei.Rabbi Meilr Pfefferkorn war allerdings zu seiner Zeit ein Rabbiner, aber einuntergeordneter, und durchaus keine talinndische Autorität. Mein Freund,Herr Kirchheim, teilte mir eine Notiz mit, die sich in einem Exemplar derLsspp. Joseph Kolon hv"'nn») geschrieben findet, die ihrem Schriftcharakternach dem 16. Jahrhundert angehört und von einem Zeitgenossen zustammen scheint. Aus ihr ergibt sich, daß Me'ir Pfefferkorn 1482gezwungen worden war, um für seine eingekerkerte Frau und Kinder dieFreiheit zu erlangen, widerwillig Jakob Polak in Prag zur Auflösung derEhe einer unmündig Verheirateten, gegen den Beschluß einer älteren Autoritätund im 'Widerspruch mit sämtlichen zeitgenössischen bedeutenden Rabbinern,seine Zustimmung zu geben. Diese Notiz lautet: pore, nvpvn n>n ri»

ilnie» -Lrn bz npvp i>v nrni w'inipe nin '2 nema irvm rann snv'vi (phw 'n)Graetz, Geschichte der Juden. IX. 31