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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Salomo Lurja.

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Ostrog in Wolhynien an?) Gleich nach seiner Ankunft in dieseGegend geriet er in Streit mit einem Isaak Bezalels,Rabbiner von Wladimir, weil dieser in einem Prozesse über Kon-kurrenz um Branntweinpacht einer Stadt in: Gebiete der KöniginBona sich allein, ohne Hinzuziehung eines Kollegiums, zum Richteraufgeworfen hatte und ein ungerechtes Urteil erlassen haben soll.Lurja behandelte ihn, den Altern, wie es scheint, wegwerfend?)So war er in seiner Polemik rücksichtslos, derb ohne Schonung,forderte natürlich Vergeltung heraus, wurde dadurch nur noch mehrgereizt, klagte über Verfolgung, sogar über Undank seiner eigenenJünger, die sich gegen ihn gekehrt hätten, und sah alles im düsternLichte. Bald geißelte er die Talmudbeflissenen seiner Zeit, daß derUnwissenden viele, der Kundigen nur wenige wären, die Hochmütigenzunähmeu, und keiner sei, der den ihm gebührenden Platz einnehmenwolle. Sobald einer derselben ordiniert sei, geberde er sich alsMeister, sammle für Geld eine Schar Jünger um sich, wie dieAdligen sich Leibdiener mieten. Es gäbeergraute Rabbinen, dievom Talmud wenig verstehen, sich herrschsüchtig gegen Gemeindenund Kundige benehmen, bannen, entbannen, Jünger ordinieren,alles aus Eigennutz"?) Salomo Lurja überschüttete mit der Laugeseines Spottes diejenigen unter den deutschen Talmudkundigen,welche gegen Reiche und Angesehene eine weitgehende Nachsicht beiÜbertretung rabbinischer Satzungen übten, dagegen über wenigbemittelte, fremde Männer, wenn sie auch nur um ein Geringesabwichen, z. B. unbedeckten Hauptes zu gehen, einen bösen Leumundverbreiteten?)

Es stand übrigens nicht so schlimm sin diesem Kreise, wie esseine gereizte Stimmung schilderte; das beweist am bündigsten dieAnerkennung, welche dieser grämliche Tadler selbst gefunden hat.

1) Vergl. Lsspp. Nr. 10 gegen Ende, Nr. 8 vom Scpt. 1553, datiert ausOstrog. In Nr. 66 klagt er: .12122 ^ pnuni p 2 vio '2 mrviri o'i 2 iv.i

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PIX '12p ",2V V'MN '^>22 122.11 'NX.Der Greis und sein Sohn" scheinen

Schachna und sein Sohn Israel zu sein, unddas Land seiner Feinde"das eigentliche Polen, verschieden von Litauen, wo er dauernd geweilt hat; dennJsserles nennt ihn xu'^s iv^v 'i in seinen Lespp. Nr. 132, IO.

2) Lurja, Lsspp. Nr. 35, 36; die Konipromißurkunde das. ausgestellt imLaufe 1546. Ans Lesxp. des Joseph Kaz (go,' .i'ixv Nr. 17) ergibt sich, daßder Prozeß in Litauen gespielt, und daß der von S. Lurja wegwerfend be-handelte Rabbiner Isaak Bezalels war, von dem es öfter heißt i'rnxioa m.Damals um 1546 war S. Lurja bereits in dieser Gegend; im Itespp. Nr. 95sagt er: ^22 nrx 2 , 2,2 ' 2 x w, d. h. Litauen.

°) Kommentar iv^v bv v' zu Labs. Lsms III, Nr. 58.

*) Lurja, Lssxp. Nr. 72.