Druckschrift 
9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
Entstehung
Seite
377
Einzelbild herunterladen
 

Nochblüte der hebräischen Poesie in der Türkei. 377

Selbst die hebräische Poesie trieb in dieser Zeit in der Türkeieinige Blüten, allerdings Herbstblumen, welche die Spuren einerkalten Sonne und feuchter Nebel an sich trugen, die aber dochwohltuend abstechen gegen die freudlose winterliche Ode andererGegenden und späterer Zeit. Mehr noch als die Erzeugnisse selbstflößt ihr Anreger und Beförderer Interesse ein. Es war ein Jbn-Jachja aus der türkischen Linie dieser weitverzweigten Familie. DieseFamilie hat in einer Reihe von Geschlechtern den Geistes- undHerzensadel ihres Stammes bewahrt. Der Urahn Jacob Tam,der Großvater Gedalja Jbn-Jachja, der Enkel Mose und derUrenkel Gedalja Jbn-Jachja II. mit allen Seitenverzweigungenwaren sämtlich bei talmudischer Gelehrsamkeit Freunde der Wissen-schaft und teilten ihr Vermögen mit den Armen. Mose Jbn-Jachja hatte in der Pestzeit nicht nur Tausende von Dukaten fürdie Leidenden gespendet, sondern sich auch bei der Behandlung derKranken dem Tode ausgesetzt. Seine Gastfreundschaft für Fremdekannte keinen Unterschied unter verschiedenen Religionsgenossen.Sein Sohn Gedalja, ein Weiser und angenehmer Redner, eiferteseinem Vater in allen Tugenden nachZ und hatte vor ihm noch

U .Amatus Uusitanuu, Osntmrin VII, Einl. Sie ist Uueäsiia .lo-biasgewidmet, 1561. Bergt, über den Dichterkreis dieses Jbn-Jachja: Carmoly, dieJachjiden p. 39 fg., wo auch einige Epigramme mehrerer Dichter mitgeteilt sind.Über Zarko und Saadia Longo s. Edelmann, psn Einl. x. IV fg. undp. 12 sg. Der erstere hat eine Vcrssammlung moralischen Inhalts, . 11 , 1 - cn),hintcrlassen, gedruckt Konst. 1560; von Longo existiert eine Sammlung von Oden,Epigrammen und Elegien, mo, gedruckt Salonichi 1594. Israel Nagarastand mit dem Salonicher Dichtcrkreis in Verbindung. Seine Gedichte gesammeltunter dem Titel: buiro mimi, zum Schlüsse weltliche Poesien und Reimprosa.Eine neue Sammlung omun,, Wien 1858. Über Israel NaHara s. MenahemLonsano NM' MD p. 142: omm r>ii>M 2 pbmrwD rvv'v rwp um muvb nuiD .nv"'sm'uis "u uobu >r> 'vii'uill,, apch im ivnv miuo pvbb (inusro-me,wi alinn, musro-ma). ub umi ."nvin vi op bp ' 2 ,iu muu,rvimr M'UI llbiu: . . osur.il yum nai i:n nmun m .um bvs n-o i'D w

. . . imrmm mima uul . . . bbv DDM lvuD (-NU)H buiv'. Noch Schlimmeres

sagt der Kabbalist Vital Calabrese von Nagara aus, oder läßt einen Geist ineinem besessenen Mädchen über ihn urteilen (Selbstbiographie, )ua>-, o-m mar-,p. 6 oder I b): im) wou wrpa um )au cwiD osrpa on ianD ommr.-iD urn ovu

MMD I'2' b-1 ->2M I'L 1'Lr> m ,l) Pi iaND omvw.i U'-MD Ml . l2p

r'i'D i2!i xpipa lpMi N-Ml . . ouüo ipL'i Milpv pap ll'i22.i LIM Mi,

,iuamu l.) gu:,:i (?) rimmm 0,02 nul vo.ivo 0:1 p' miv: iDi boui ai blpi. . . . (.iii 'b .iim, y,pm r>! ,i m'ro a>m 2 u,) mmD.i aib Diii, (,?LMib wi^Ohne daß hier der Name genannt ist, erkennt man Israel Nagara darin. Ineinem Auszuge, welchen der anonyme Verfasser des rbip rrpiiuo (p. 39) vondieser Partie gegeben, ist der Name sogar deutlich genannt, nur sind dieSätze das. verrenkt: 1:11 VL . . IM-P 1-2 o,i iMD cmm-mri . . i^u: buiv"

.i,:D vo' bm