. Kaiser Ferdinand I.
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feigen Rabbinen verurteilt worden war, so ließ er sich doch bereit finden,Opfer zugunsten der Prager Gemeinde zu bringen. Er unternahmzum angegebenen Zweck eine Reise nach Rom unter vielen Mühsalenund Fährlichkeiten. Seine Muhe war von Erfolg gekrönt. DerPapst, welcher damals die Macht zu binden und zu losen hatte, entbandden Kaiser seines Eides, und dieser fühlte sein Gewissen erleichtert.Sein Sohn Maximilian (später Kaiser) nahm ganz besondersdie Inden von Prag in Schutz, und so wurde das Ausweisnngsdekretrückgängig gemacht?) Sie durften wieder in Prag und einigenböhmischen Städten weilen, auch im Österreichischen wurden sie wiederzugelassen. Aber selbst unter den besten Kaisern, wie Maximilian II.und Rudolph, hatten sie ein dornenvolles Dasein: die Hand der offizielle!:katholische!: Kirche lastete schwer auf ihnen.
Der erste konsequente Vertreter des fanatischen, verfolgungs-süchtigen katholischen Kirchentnms, der Papst Paul IV. war zwargestorben (August 1559), und die Römer hatten sein Andenken undsein System verwünscht. Das Volk batte sich wie zu den altei: Zeitender römischen Republik auf dem Kapitol znsammengerottet, war durchdie ewige Stadt gezogen, hatte Feuer ai: das Jnquisitionsgebüude ge-legt, die Scherge:: und die Dominikaner gemißhandelt, die Wappen-schilds und die Bildsäule, des Papstes zerschlagen und den Kopf der-selben durch die Straßen geschleift, während der von diesen: Kirchen-fürsten vielfach gekränkte römische Adel diesen: Treiben mit Schaden-freude znsah oder es noch unterstützte. Mit Hohngelächter hatten dieRömer es angesehen, wie ein Jude das von diesen: Papste so uner-bittlich befohlene gelbe Judenbarett auf den Kopf von dessen Bildsäulegesetzt hatte?) Allein was nützte diese kindische Wut gegei: den Ver-storbenen? Das System überlebte seinen Urheber um Jahrhunderte.Die Römer hatten ihren Plan, keinen geistlichen Fürsten mehr über sichzu dulden, nicht ausgeführt, und diese Unterlassungssünde rächte sichschwer an ihnen und an der Menschheit. Es verging fast ein halbesJahr, ehe ein neuer Papst gewühlt wurde, und dieser Pins IV. (1559bis 1565), war zwar ein milder, weltlich gesinnter Mann, der nichtsoder wenig von Theologie verstand und sogar die Unmenschlichkeit derInquisition verabscheute. Allein er mußte nichtsdestoweniger dieses
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Vergl. dazu die Anmerkung seines Enkels bei Gans a. a. O. Ergänzung desLwelc Im-Laelm x. 137, Anm. 181. Bericht eines Anonymen in 2ion IIx. 72 fg. März 1562 kehrten die Inden nach Prag zurück, Hook in LiebensEpitaphien des Prager Friedhofes, S- 16.
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