Erhaltung des Sohar.
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Noch während des Druckes in Mantua wollten ihn aber einigeitalienische Rabbinen verbieten und den Bann über die Herausgeber aus-sprechen, weil das Papsttum den Talmud verbrennen ließ und ihnverschonte und weil die Beschäftigung mit dem Sohar zur Ketzereiführe und er daher weit eher verdiente, dem Gebrauche entzogen odergar verbrannt zu werden. Aber Isaak de Lates trat als geharnischterKämpfer für ihn und die Herausgeber auf. Unter den albernen Grün-den, die er dafür anführte, ist einer charakteristisch, „daß durch diekabbalistische Betrachtung die Übung der Ritualien nicht so nüchtern,trocken, geistlos, wie angelernte Menschengebote erscheine." So wurdeder Druck des Buches fortgesetzt, welches dem Judentum fast schwerereWunden beigebracht hat als alle bisherigen Schläge. — Ans Brotneidauf die Mantuaner Herausgeber, weil der Absatz in Italien und demOriente viel Gewinn versprach, ließ ein christlicher Verleger VicentiConti in Cremona in derselben Zeit ebenfalls den Sohar drucken,versprach viel inehr zu liefern, um die Mantuaner Ausgabe zu ver-dächtigen, hielt aber nicht Wort, sondern gab einen fehlerhaften Textheraus. An diesem C r e m o n e s i s ch e n Sohar war der getaufteEnkel des Elia Levita, der giftige Kanonikus Vittorio Eliano, beteiligt,und er scheute sich nicht, ein marktschreierisches hebräisches Vorwortdazu zu schreiben, um Kundschaft anzulocken und seinen Namen dabeizu nennenD) Ms nun während des Druckes die spanischen Soldatennach jüdischen Schriften in Cremona suchten, fanden sie zweitausendExemplare des Sohar und waren im Begriff, auch sie auf den Scheiter-haufen zu werfen. Vittorio Eliano und seine Geschäftsgenossen wärendadurch beinahe um ihren Gewinn und ihre Auslagen gekommen.Aber ein anderer Täufling, jener S i x t u s v o n S i e n a, der selbstschon wegen Ketzerei den Scheiterhaufen bestiegen hatte, von eineinKardinal — zur Schädigung der Juden — gerettet wurde und von derpäpstlichen Inquisition den Auftrag hatte, den Talmud in Cremonavernichten zu helfen, tat der Wut der spanischen Soldaten Einhaltund rettete den Sohar.?) So wurde für den Augenblick der Talmudverbrannt und der Sohar verschont. Es war ein richtiger Instinktder Judenfeinde, diese geistige Giftquelle den Juden zu lassen, in derHoffnung, daß die Anhänger des Sohar sich eher vom bestehendenJudentum lossagen würden. Durch den Druck wurde der Soharimmer mehr als ein kanonisches Buch verehrt, und eine geraume Zeitwurde in jeder hebräischen Schrift, die nicht gerade trocken talmudischgehalten war, der Sohar ebenso wie Bibelverse und gleichberechtigtmit der heiligen Schrift angeführt. Aber die Liebe des Papstttums
U Zum Schlüsse der Cremonenscr Ausgabe heißt es- >"v .i7ui>2
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