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Geschichte der Juden.
Italien Vorgefundenen Schriften der Protestanten und selbst die Bibel,welche in neuere Sprache übersetzt war, anfsuchen und verbrennenlassen. Wie sollte er den Talmud verschonen.
Beinahe wäre Vittorio Eliano, der boshafte Täufling, durch denScheiterhaufen für den Talmud selbst zu Schaden gekommen. Denndie spanischen Soldaten, denen der Befehl zugegangen war, auf dieSchriften.der Juden zu fahnden, kümmerten sich wenig darum, ob die-selben talmudischen oder andern Inhalts waren. Sie hätten daher umeinHaar auch die kabbalistische Grundschrift, denSohar, das Schoßkind desPapsttums, mit verbrannt. Seit der Schwärmerei Picos de Mirandolaund noch mehr Reuchlins, des Kardinals Egidio de Viterbo, desFranziskaners Galatino für die Mystik glaubten nämlich die orthodoxestenKirchenlehrer und Kirchenfürsten steif und fest, die Kabbala enthaltedie Mysterien des Christentums. Der Vernichtungsbann, welcher gegenden Talmud geschleudert wurde, traf daher den Sohar, das kabbalistischeGrundbuch, nicht. Ja, er wurde gerade unter dem Papste Paul IV.mit Bewilligung der Inquisition von Emanuel de Beneventzuerst gedruckt?) Die Kabbala sollte sich auf den Trümmern desTalmuds aufbauen. Die angesehenen italienischen Rabbinen, Me Irvon Padua und andere gaben zwar nicht ihre Einwilligung dazu,sie trugen Scheu, dasjenige, was eine Geheimlehre bleibensollte,. durch den Druck jedermann zugänglich machen zu lassen.Allein der eingefleischte Kabbalist Mose Basula (o. S. 338), fernerein Rabbiner aus Mantua M o s e P r o v e n z a l i und ein hergelaufenerHalbrabbiner Isank ben Emanuel de Late s,2) der es imÄlter nicht weiter als bis zum Hauslehrer bei Isaak Abrabanel II.in Ferrara gebracht hat, diese drei unterstützten und förderten die Ver-öffentlichung des Sohar (Mantua 1558 bis 1559).
der durch einen Streit mit Ottolenghi das Verbrennen des Talmuds veranlagthatte. Aber bei Kohen gilt er als Jude (das. p. 121): w '-i.i' ov ,-b>- p-,ü> xb,an. Der Name nn p scheint ein Spitzname zu sein. Dei Cantoriist schwerlich identisch mit der Familie Cantärini. — Auch die Notiz von demPasquill gegen die Inden von Cremona (Wolf das.) gehört zn diesem Faktumvon der Hetze gegen, den Talmud.
9 Zuerst H7, >^, die Einl. zum Ganzen, Mantua 1558.
2) Mose Basula gab eine Approbation zu n-> >n.m, die letztern zum i.in,de Lates' Approbation von Pcsaro 1558 in der Princepsausgabe und ein apolo-getisches Gutachten in seinen Lsspp. (ediert von M. I. Friedländer, Wien 186V).Aus diesen Resxonsen ließen sich de Lates' Biographica zusainmentragen, wennes sich überhaupt lohnte. Aus den apologetischen Rsspx. das. geht hervor, daßder Druck des Sohar mit Bewilligung der Zensur erfolgte: i.in.i nwn.n m-brEMose Basula machte den Einwand gegen den Sohar geltend:,:>rN2N nbl ML L1LPV L'WLN nslLP 'Idol L.nn.1 'L L'VLLV OMI); s. B. VII.S. 473.