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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Geschichte der Juden.

Aussicht auf Gewinn von dein pesarenischen Hafen den Marranenein Asyl geboten, und diese hätten sich ihm verpflichtet, dafür zu wirken.Er habe die Zumutung des Papstes, die Flüchtlinge zur Bestrafungauszuliefern, zurückgewiesen und sich dadurch dessen Zorn zugezogen,da er ihn seines Kapitanats entsetzt habe, das ihm so und so viel ein-brachte, alles um der Juden willen. Es sei daher zu befürchten, wenndie levantinischen Juden nach wie vor nach Ancona Geschäfte machensollten, daß der Herzog die Marranen in Pesaro der Wut des Papstesüberliefern werde; es sei also die größte Lebensgefahr für sie, zu derenAbwendung jeder Jude religiös verpflichtet sei. Der Bann, welcherzuerst von dem Rabbinate in Salonichi über diejenigen, welche Anconageschäftshalber aussucheu würden, ausgesprochen wurde, hatte in derTat eine für diese Stadt empfindliche Wirkung. Ein Jahr ungefährnach Entzündung des Scheiterhaufens in dieser Stadt klagte der Magistratbeim Papste über den Verfall ihres Wohlstandes. Wenn er nicht fürAbhilfe sorgte, würde Ancona, das mit den anderen Seehäfen gewett-eifert habe, zu einem unbedeutenden Flecken herabsinken (10. August1556) i). Die auconesischen Juden,swelche nicht zu den Marranen gehörten,erlitten dadurch ebenfalls bedeutenden Verlust und säumten nicht,auch ihrerseits Schreiben durch ihren Rabbinen MoseBasula (einenin Ansehen stehenden Kabbalisten) an die türkischen Gemeinden zurichten und sie zu beschwören, keinen bindenden Beschluß zu fassen,weil sie selbst dadurch in große Gefahr geraten würden bei dem leiden-schaftlichen Gemüte des Papstes, der sie unfehlbar ins Elend jagenwürde, wenn er erfahren sollte, daß die Juden Rache an ihm zu nehmengedächten. Dagegen sei für die Pesarener nichts zu fürchten, da GuidoIlbaldo ein einsichtsvoller Fürst sei und die Marranen nicht für dasVerhalten der levantinischen Juden verantwortlich machen würde.Er habe auch ohne weiteres einen Aufruf ergehen lassen, daß die flüch-

si Die Klage der Anconenser beim Papste über den Verfall ihrer Stadthat §ero8o (Llnroni) aufgefunden: Lentiseiins ?nter. Im innliKnitn Krnnclsäslli xsrlicli innrrnui ns skorra, contra OKni uostro volsrs n 1n8ti«1inrs InbsniZnitn äi v. Lns, gnnli bnnno nvuto tnntn poeennsn, gns bnnno inäottonlcnni ebrsi n tnr csrts loro innlsclstts 8coiunniclis st scslsrnts innlscli-sioni äs' loro rnbini in nnn eiunKOAn äi Lnloniccbio st Mblicnrs ininolti Inosin, per 1e gnnli proibiscono il vsnirs et innnclnrs inercnnnie etrode >1i vKni sorts in Ancona, st linuuo lsvnto totnlinsnts il trnküco eteommsrcio clslls robs cli Iisvnnts cli gnestn cittn, st linnno lnvinto inkeenro, ovs 8i riclucono st trntüenno nl inseents 888i wnrrnni, cli innnieinebs ls tncsnäs 8vno in Kinn xnrts esssnts st vnnno innnennäo c>Ani clixin cli tnl 8orts, gns 8S In bontn clslln 8tn. Vrn. non ci eoeorrs, gnsstncittn . . rsstsrn nbbnnäonntn st äsrslittn st 8nrn coms nu cnstsllo o nunvllln ... ln gnnls 8vlen s8ssrs pienn äi nsK 02 i et trntücln, gnnnto nltrnnobil cittn cl'Itnlin. Mitgeteilt in Lsvus das. 618 Note.