Gracia Mendesia.
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lauchten Senora Gracia" widmeten, schilderten mit wenigen Wortenderen große Verdienste. „Wir wünschen die Übersetzung an Ew.Gnaden zu richten, als an die Persönlichkeit, deren Verdienste unterden Unfern stets den höchsten Platz einnehmen. Möge Ew. Gnadensie annehmen, sie begünstigen und verteidigen mit dein Geiste, derimmer diejenigen begünstigt hat, welche Hilfe von Ihnen verlangten."Freilich hat sie alle drei Usques beschützt; der dichterische Geschichts-schreiber hatte ihr, wie er selbst bekennt, alles zu danken; den DichterSalomou Usque lDuarte Gomez) hat sie an einem Bankgeschäfte teil-uehmen lassen, mW Abraham Usque hat sie wahrscheinlich zur Unter-haltung der hebräischen und spanischen Druckerei unterstützt. DieLobeserhebung aus deren Munde könnte parteiisch erscheinen; aberalle, auch die gewissenhaftesten Rabbinen jener Zeit, waren des Lobesvon ihr voll und schrieben ebenso begeistert, wenn auch nicht so zierlich,von ihren Tugenden. „Die erhabene Fürstin, der Ruhm Israels,die weise Frau, die ihr Haus in Heiligkeit und Reinheit erbaut. Mitihrer Hand unterstützt sie Arme und Dürftige, um sie diesseits glücklichund jenseits selig zu machen. Sie hat viele vom Tode gerettet und sieaus der Niedrigkeit des eitlen Lebens erhoben, die im Kerker schmach-teten, dem Tode geweiht waren. Sie hat Häuser für die Gotteslehreund Weisheit gestiftet, damit jedermann sich darin unterrichten könne.Sie hat vielen Vorschüsse gemacht, damit sie sich nicht bloß ernähren,sondern auch in Wohlstand leben können. "H
Nachdem sich Dona Gracia Naßi auch mit ihrer Schwester aus-gesöhnt, welche eingesehen haben mochte, daß sie durch ihre feindseligeHaltung gegen jene nur sich selbst gefährdete, nachdem sie deren Tochter,die schöne jüngere Gracia II., mit ihrem Neffen Samuel Naßiin Ferrara verlobt, damit das große Vermögen in der Familie bleibensollte, und nachdem sie für alle ihre Familienglieder mütterlich gesorgthatte, führte sie das längst gehegte Vorhaben aus, nach der türkischenHauptstadt auszuwandern, um allen Anfechtungen auf christlichemBoden zu entgehen. Ihr begabter Neffe, Joäo Miques, welcher mitihrer Tochter Reyna versprochen war, machte inzwischen weite Reisen,um ihre Angelegenheiten zu ordnen, in Lyon, Marseille, Rom, Sizilien.Er hatte ihr durch seine Gewandtheit einen guten Empfang in Kon-stantinopel bereitet. Mit schlauer Diplomatie, die er im Umgangs mitchristlichen Staatsmännern gelernt hatte, ließ er sich von dem Ge-sandten des französischen Hofes, mit dem die Familie Mendes-Naßiin stillem Kriege lebte, von Herrn de Lansac, in Konstantinopelwarm empfehlen,^ und fand dadurch daselbst eine günstige Aufnahme.
>) Josua Soncin, Rssxx. Nr. 12.
-) Oluu'i'ürö, Xs§oeirUioii8 cls I«, kAmus claus Is chsvaM II x. 103, Note.