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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Geschichte der Juden.

keit wälzte sich an sie heran, vermochte aber nicht, die Reinheit ihrerSeele zu trüben. Geboren in Portugal (um 1510, gest. um 1568),aus einer Marranenfamilie Benveniste, wurde sie unter demchristlichen Namen Beatrice an einen reichen Genossen desselbenUnglücks aus dem Hause Naßi verheiratet, der den PatennameuFrancisco Men des angenommen hatte. Dieser hatte ein um-fangreiches Bankgeschäft gegründet, das seine Verzweigungen bisFlandern und Frankreich ausdehnte. Der deutsche Kaiser und Herrscherzweier Weltteile, Karl V., der König von Frankreich und wer weiß, wieviele Fürsten sonst noch, waren Schuldner des Hanfes Mendes. Einjüngerer Bruder Diogo Mendes stand der Filialbank von Ant-werpen vor. Als Beatrices Gatte mit Hinterlassung einer Tochternamens Reyna gestorben war (vor 1535) und die grausige Einführungder Inquisition in Portugal ihr Vermögen, ihr und ihres Kindes Lebenzu gefährden drohte, begab sie sich zu ihrem Schwager nach Antwerpenund brachte ein Gefolge mit, eine jüngere Schwester und mehrerejunge Neffen. Sie hat ärmeren Marranen die Mittel gereicht, sichebenfalls dem Feuer der Inquisition durch die Flucht zu entziehen*.)Durch ihre und ihres Schwagers Vermittlung gingen die Summen,welche die portugiesischen Scheinchristeu den päpstlichen Gesandtenund Kreaturen bezahlten, um die Inquisition zu vereiteln?) BegüterteMarranen suchten nämlich, wenn sie den Fangarmen der Inquisitionunter de Mello (o. S. 268) entgehen konnten, Antwerpen auf, welchesdamals eine Welthandelsstadt war. Kaiser Karl V., obwohl er dasFeuer der Scheiterhaufen in Spanien für die Scheinchristen immer nochungerührt lodern ließ und die Einführung der Inquisition mit all ihrerGrausamkeit in Portugal befördert hatte, begünstigte doch die An-siedlung der Marranen aus Portugal in seiner Lieblingsprovinz, denNiederlanden, um ihren Reichtum dorthin abzuleiten?) MendesiasAnwesenheit in der belgischen Hauptstadt war um so notwendiger,als das Hauptgeschäft nach und nach dorthin verlegt war, woran sieeinen Hauptanteil hatte, da ihr Gatte ihr die Hälfte seiner Hinterlassen.

0 Samuel Ilsque, Oousols^Lo x. 231. -) Siehe o. S. 262.

2) Herculana, a. a. O. III x. 112. L lutzlaterra, a Hiau?a, ms.8 so-lustudo 08 ?ai8S8baixv8 toivaleeiam (os .Iudeo8 ?ortuAue888) a 8na in-du8ti1a 6 o 8su eommsreio vom 08 slsment 08 (le riquera. Das. 196: . .a rorrsuie da smiKiu^ . . . dülKia-88 ein boa parts para 08 ?a'i'888-baixos, o qus ba8taiia xara exMear o lavor qus sm Oarlo8 V aebavam«8 loueo8 88loi'yo8 do ouuliado xara ds8truir a cla886 mai8 I'iea, 8 maisinäu8ti1o8s, äv8 xroxio8 S8lado8. L8 oidadse eommsreiae8 de Ulaudresotlsreeiam aoa Obri 8 tiä 08 novv8 partuAU8868, uäo um reluKio eouteaa iutoleraueia, ma8 tambsm um tlieavro adsquado ä 8ua 1udu8tiio8a ac-tividads. Nuito8 . . . daviam eom temxo buaeado alli a 8SKuran^a sL par: ...