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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Samuel tlsguesdonsolLyso".

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getreu abspiegeln wollte, die chronologische Seite der Begebenheitennicht vernachlässigt und auch die Quelle angegeben, aus denen erdas Material zusammengetragen hat.

Die äußere Einkleidung dieses historisch-poetischen Dialogs istfolgende. Der Hirte Jcabo (oder Jakob, als Repräsentant von Gesamt-israel) beklagt in einer einsamen Gegend das Elend seiner Herde,die in alle Weltteile zerstreut, gedemütigt, zerfleischt ist.Zu welchemTeil der Welt soll ich mich wenden, auf daß ich Heilung für meineWunde, Vergessenheit für meinen Schmerz und Trost für die schwere,unerträgliche Pein finde? Der gewölbte Körper der ganzen Erdeist voll von meinem Elend und »reinen Drangsalen. In den Reich-tümern und Genüssen des glücklichen Asiens, da finde ich mich alseinen armen und mühebeladenen Pilger. In der Fülle des Goldesdes sonnenverbrannten Afrika bin ich ein unglücklicher, ausgehungerter,verschmachtender Verbannter. Und Europa, Europa, meine Hölle aufErden! was soll ich von dir sagen, da du mit meinen Gliedern diegrößter: Triumphe gefeiert hast? Wie soll ich dich loben, lasterhaftesund kriegerisches Italien? Wie ein ausgehungerter Löwe hast du dichvon dein zerstückelten Fleische meiner Lämmer genährt! Verderbtefranzösische Weideplätze, Lämmer weideten auf euch vergiftete Gräser!Stolzes, rauhes und gebirgiges Deutschland, in Stücke zerschellt vomGipfel deiner wilden Alpen hast du meine Jungen! Ihr süßen undfrischen Gewässer Englands, einen bitter» und salzigen Trunk schlürfteaus euch meine Herde! Heuchlerisches, grausames und blutdürstigesSpanien, gefräßige und heißhungrige Wölfe Haber: ir: dir meine woll-reiche Herde verschlungen und verschlingen sie noch"?) Die zweiHirten Numeo und Zicareo, vor: Jcabos herzzerreißender: Klager:herbeigezogen, bewegen ihr: durch viel Zureden, seinen Schmerz aus-zusprechen, auf daß er seinen: beschwerter: Herzei: Erleichterung ver-schaffe. Nur mit Überwindung versteht er sich dazu. Er schildertdann den beiden Freunden die ehemalige Herrlichkeit seiner Herdeund führt ihnen so die glänzender: Tage Israels vor die Augen.Dann geht er zu dem Elend über, welches die Gottesherde betroffenhat. Infolge sanften Zuredens läßt sich Jcabo allmählich herbei, aus-führlich die Geschichte seines unglücklichen Stammes zu erzählen, zu-erst die Schläge und Verbannung während des erster: Tempelbestandes,dann ir: einem zweiten Dialoge die Bitterkeiten und das Exil biszur zweiten Tempelzerstörung durch die Römer, und im dritter: dieLeiden, welche sein Volk ir: der langdauernden Verbannung erfahre::,von der spanischer: Gewalttaufe, die der westgotische König Sisebut überdie spanischer: Juden verhängt hat 712 , 2 ) die Vertreibung der Inder:

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h B. V., S. 61 .