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Geschichte der Juden.
aus England und Frankreich, Spanien und Portugal, das Entsetzender Inquisition, die Usque aus eigener Anschauung kannte, bis zurSchändung einer Synagoge in Pesarv 1552. Auf diese Weise gehtJcabo (oder Samuel Usque) die lange Reche der jüdischen Geschichtedurch. Er schließt die Zusammenfassung der Leiden: „Ihr sehet also,mitleidsvolle Brüder, wie die Tage waren und noch sind, seitdemich in dieser unglücklichen Verbannung zubringe, seitdem die Römermich zerstreut haben. So haben die listigen und boshaften Spanierden irdischen Leib und die göttliche Seele der Weinigen getroffen.So haben meine Lämmer den Zorn und den Ungestüm der stürmischenFranzosen erduldet; die Nahrung von ihren verdorbenen Weideplätzen,mit Galle vermischt, mußten sie wieder ausspeien. Hier seht ihr, wiedie herzlosen Engländer sie mit kaltem Eisen würgten, und die wildenDeutschen ihnen vergiftetes Wasser zu trinken gaben. Da seht ihr,wie die schlauen Flamländer sie schädigten, und die kriegerischen undundankbaren Italiener sie mißhandelten. Das ist die Art, mit welcherdie tapfern und halbbarbarischen Spanier sie zerstückelten und diezarten Wesen von der Brust der Mutter rissen, um sie hier dein Feuer,dort den: Wasser oder den wilden Tieren zum Fraß zu überliefern.Und bis auf den heutigen Tag hat keine dieser Folterqualen fürmich aufgehört, im Gegenteil, wie ein Schiff von entgegengesetztenheftigen Stürmen auf der hohen See geschleudert wird, so daß esin keiner der vier Richtungen mit Sicherheit steuern kann, so findeich mich, gequältes Israel, in der Mitte meiner Leiden bis auf denheutigen Tag. Kann: hast du aufgehört, den vergifteten Kelch derBabylonier zu trinken, der dich fast entseelt hat, als du wieder auf-lebtest, um gewissermaßen die Qualen von seiten der Römer zu emp-finden. Und als dieses doppelte Mißgeschick ein Ende hatte, das dichso grausam zerfleischt hat, lebtest du zwar wieder auf, aber bliebstangenagelt an deine Trübsal, gefoltert von neuen Qualen. Es istallen entstandenen Geschöpfen eigen, Wandlungen zu erfahren, nurIsrael nicht, dessen unglückliche Lage sich nicht ändert, noch endet"?)Die Freunde sprechen Jcabo Trost und Beruhigung zu. Die Leiden,so schwer und unverträglich sie auch seien, hätten ihren guten Zweck. Sieseien zum Teil selbst verschuldet durch sündhaftes Leben und Abfallvon Gott; sie dienten aber dazu, Israel zu bessern und zu läutern.Es sei auch eine Wohltat, daß es unter alle Völker der Erde zer-streut sei, damit es der Bosheit derselben nicht gelinge, es zu ver-nichten. „Denn wenn sich ein Reich in Europa gegen dich erhebt, umdir den Tod zu versetzen, bleibt dir ein anderes in Asien, um zu leben.Als dich die Spanier verbannten, veranstaltete es Gott, daß du einLand fandest, das dich aufnähm und dich frei leben ließ, Italien"?)
>) OousolayLo x. 213. 2 ) Das. x.- 229.