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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Geschichte der Juden.

auch andere palästinensische Talmudknndige in den übrigen Gemeindennacheinander ihre Zustimmung zu dieser Neuerung zu erkennen. Da-durch glaubten Berab und seine Anhänger die erste Vorbereitung zurAnkunft der messianischen Zeit getroffen zu habend) In der Tat hättedie erneute Ordination wenn auch nicht die messianische Zeit herbei-stthren, so doch einen Kern zur Einheit des Judentums bilden können.Ein wiederhergestelltes Synhedrin im heiligen Lande hätte einenmächtigen Klang auch in Europa gehabt, einen besonderen Reiz aus-geübt und noch mehr Einwanderer angezogen. Die Quälereien derJuden in Italien und Deutschland, der Vernichtungskrieg gegen dieMarranen in Spanien und Portugal, die Sucht nach dem Exzentrischenund Außerordentlichen in dieser Zeit, die mächtig angeregte messianischeSehnsucht, alles das wäre Anregung genug gewesen, gebildete undreiche Juden aus dein Abendlande nach dein Morgenlande zu locken.Mit Hilfe der mitgebrachten Kapitalien und auf Grund der synhedrialenAutorität hätte sich ein jüdisches Gemeinwesen mit staatlichem Charakterorganisieren können. Berab wäre die geeignete, rechte Persönlichkeitgewesen, einen so großen Plan mit Beharrlichkeit, ja mit Eigensinn insWerk zu setzen.

Es stellten sich aber allsogleich Schwierigkeiten ein. Es war voraus-zusehen, daß die Gemeinde von Jerusalem und ihre Vertreter sichverletzt fühlen würden bei einem so folgenreichen Akte übergangen zuwerden, und die ganze Anordnung als null und nichtig erklären könnten.Gebührte doch der heiligen Stadt die erste Stimme in einer so wichtigenAirgelegenheit für das heilige Land und für ganz Israel! JakobBerab sah das Wohl ein und beeilte sich, den ersten Gebrauch, den er vonseiner erhöhten Würde machte, die Ordination auf das damalige Ober-haupt des Jerusalemer Rabbinatskolleginms zu übertragen. An derSpitze desselben stand damals Levi ben Jakob Chabib, ausZamora gebürtig, ungefähr gleichen Alters mit Berab. Zur Zeit derZwangstaufen unter den: König Manoel war er als Jüngling Schein-christ geworden, hatte einen christlichen Namen geführt, das Kreuz ge-schlagen und andere Zeremonien des katholischen Kultus mit Verzweif-lung in der Seele mitgemacht. Er hatte natürlich die erste günstigeGelegenheit benutzt, um ans Portugal zu entfliehen, das Scheinchristen-tnm von sich zu schlendern und Sicherheit in der Türkei zu suchen. InSalonichi war er eine Zeitlang mit seinem Vater Jakob ben

Levi b. Chabib x. 288 ä.

h Das. p. 386 1 .120 i'ii ,i2'vav 2>2>-2 122 12281 i8>'28 212 (22-2) mir»1112 in ix'22. Mit welcher Gewißheit man damals auf die Sammlungder Juden in Palästina und selbst der Marranen aus Spanien rechnete, beweistein ikesxi>. des Mose de Trani I, Nr. 387 : (,»212) 22 2,- 811' i8v 2'i,i22 im

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