Duarte de Paz.
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gegen scheint die nationale Partei, welche die Selbständigkeit Portu-gals gewährt wissen wollte, gegen die Inquisition eingenommen ge-wesen zu sein. Daher die Minen und Gegenminen, welche mehrereJahre ins Werk gesetzt wurden. Der Herzog don Braganza, DonIayme, stand mit Duarte de Paz' Vater, einem noch im Juden-tums geborenen Marranen, in geheimem Briefwechsel, gewiß in An-gelegenheiten der Inquisition, i) Es ging so weit, daß der vom Papsteselbst ernannte Großinquisitor Diogo de Silva erklärte, erwolle die große Verantwortlichkeit nicht übernehmen und seine Stelleniederlegte?)
Der schlaue Duarte de Paz scheint, um vom König die Geheim-nisse in Betreff der Schritte gegen die Neuchristen zu erfahren, einsehr kühnes Spiel eingefädelt zu haben. Mit dem portugiesischenGesandten hatte er sich auf einen guten Fuß zu setzen gewußt, under wagte sich sogar in die Löwenhöhle. Mit Joäo 171. selbst knüpfteer eine geheime Korrespondenz an,3) entschuldigte seinen kleinen Un-gehorsam, des Königs Sendung vernachlässigt zu haben und nach Romgegangen zu sein, und rechtfertigte sein Benehmen in Rom mit der Er-klärung, er habe das alles im Dienste des Königs getan. Durch kleineVerrätereien von dein, was am päpstlichen Hofe damals vorging, unddurch Enthüllungen dessen, was in Lissabon Politisches hinter demRücken des Königs gesprochen und geschrieben wurde, wußte er dessenVertrauen zu gewiuuen. Er sandte ihm dazu den Schlüssel zu seinerChiffreschrift. Er gab dem König ferner zu verstehen, daß er sechsSpione unterhalte, welche ihn von allem, was die Marranen inItalien und in der Türkei täten und trieben, in Kenntnis setzten.Er verriet endlich dem König diejenigen Marranen, welche sich heim-lich zur Flucht aus Portugal anschickteu, um angehalten werden zukönnen. Alles das scheint ein mit den Marranen abgekartetes Spielgewesen zu sein. Es gelang in der Tat Duarte de Paz, den portu-giesischen Hof zu täuschen, der auf seine Spionsdienste rechnen zukönnen vermeinte. Der König selbst empfahl ihn warm seinem Sach-walter in Rom, dem Kardinal Pucci/) und er durfte auch frei mitdem Gesandten Martinho von Portugal verkehren.
h Das. 283 Note 3.
2) Das. 275 fg. 277, 279 fg. Herculano konnte sich die plötzlich eingetreteneGleichgültigkeit gegen die Inquisition am portugiesischen Hofe nicht erkären.Auch die Minister waren nicht dafür. Das Faktum kann »nr durch die politischeParteistellung erklärt werden.
Das. p. 28l fg. Herculano fand im Archive dessen Schreiben vom4. Nov. 1532 und noch andere ans späterer Feit an den König in Chiffrcschrift.
Der König schreibt noch 1536 an Pncci: s psra vsrckss a vsrtncks qnsda nstts (sm Duarte äs Das) von snvio com S8ta oarta a.8 proprias oarta8qns eite Ia8 cleu ao areebispo äo Dunebat psra ms enviar, porqus ms