David Renbenis Reisen.
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erlegt hatten. Sie waren auch vvn dein Tragen einer jüdischen Trachtbefreit. Vor Gericht waren sie gleichgestellt. Dieser Papst nahm dieInden dieses Kirchenstaats in besonderen Schutz und bedrohte die-jenigen, welche ihren Frieden antnsten sollten, mit dem Kirchenbannes)Wegen dieser besonderen Begünstigung der Juden beklagten sich Depu-tierte der Städte und wünschten deren Beschränkung.
Dem Papste Clemens VII. scheint David Reubeni Beglaubigungs-schreiben von portugiesischen Kapitänen oder Geschäftsträgern, die erin Arabien oder Nubien angetroffen haben mag, überreicht zu haben,welche ihm wohl das Vorhandensein von kriegerischen Juden in jenen:Himmelsstrich bezeugt haben, vielleicht noch mehr, was ihnen derAbenteurer mit seiner imponierenden Erfindungsgabe nufgebundenhaben mochte. Diese Kreditive überschickte der Papst dem Portugie-sischei: Hofe, und als man sie dort bewährt gefunden, wurde Davidmit großer Auszeichnung und mit allen Ehren eines Gesandten be-handelt. Auf einem Maulesel ritt er durch Ron:, begleitet von zehnJuden und mehr als zweihundert Christen. Der Plai: mag demPapste, dessen Unternehmungen durch den Widerstreit der Verwickeltei:Verhältnisse jeden Augenblick durchkreuzt wurden, geschmeichelt haben,einen Kreuzzug gegen die Türkei, und zwar durch eii: israelitischesHeer zu veranlassen, den gefährlichsten Feind der Christenheit ausdem heiligen Lande vertreiben zu lassen und solchergestalt wieder diekriegerischen Angelegenheiten ii: Händen zu haben. Selbst die Un-gläubigsten unter den Juden, welche Davids Worten nicht ganztrauten, konnten sich der überrascheirden Tatsache nicht ver-schließen, daß ein Jude von dem päpstlichen Hofe mit solcher Zuvor-kommenheit und Ehre behandelt wurde, und waren auch ihrerseitsüberzeugt, daß mindestens ein Korn Wahrheit ii: Davids Angabenliege:: müsse. Tie römischen und.fremden Inden drängten sich seit-dem ai: ihn, der ihnen eine hoffnungsreiche Zukunft zu eröffnen schien.Tie Senora Benvenida Abrabanela, Frau des reichenSamuel Abrabanel so. S. 38), sandte ihn: aus Neapel bedeutendeGeldsummen, eine kostbare Seidenfahne mit den zehn Geboten einge-stickt, und sonst noch reiche Gewänder. Er aber spielte seine Rollemeisterhaft, die Juden ii: scheuer Entfernung zu halten. Nur einemsteinreicheil Manne, Daniel aus Pisa, machte er vertrauliche Mit-teilungen. Dieser hatte Zutritt zun: päpstlichen Hose und sorgte fürDavids Bedürfnisse und Bequemlichkeiten.
Als endlich eii: förmliches Einladungsschreiben vom König vonPortugal an David Reubeni einlief, sich an dessen Hof zu begeben,verließ er Ron: nach mehr denn einjährigem Aufenthalte und reiste
^) kevus cles Llucles Inivss VII 235 II.