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Jv'v III. und die Marranen in Portugal.
Namen ihni durch Nunes' Liste bekannt geivvrdeil und die, wie daraus'gesetzt war, an dessen Tvd mitschuldig waren. Ter König ließ inder Tat sogleich eine strenge Untersuchung, um die Mitschuldigen derbeiden marranischen Mönche zu ermitteln, durch einen Hauptfcind derNeuchristen anstellen, durch den Professor Petro M a rgal h o,denselben, welcher ihm Nunes als zuverlässiges Werkzeug empfohlenhatteck) Er hatte um so mehr Veranlassung, mit Strenge gegen dieMarraneu zu verfahren, als zur selben Zeit die Cortes Klagen gegendiese erhoben, die, wie ungerecht sie auch waren, ihm einen Vor-wand zur Verfolgung der für gelneinschädlich gehaltenen Vvlksklassebieten konnten. Tie in Torras-Novas (1525) versammelten Corteshatten nämlich Beschwerde geführt,?) daß die Marranen die Rentender großen Besitzungeil au sich gerissen, daß sie Getreidewucher imgroßen trieben und die notwendigsten Lebensmittel verteuerten, daßsie allein die Arzneikuude austtbten, auch im Alleinbesitze der Apo-theken wären und dadurch den alteil Christeil schädliche Medikamenteverabreichten. Tie Cortes hatten daher au den König das Gesuchgestellt, daß den Neuchristeil verboten werden sollte, Apotheken zubesitzen und den marranischen Ärzten, die Rezepte in lateinischerSprache zu schreiben, da außer ihnen sie nur wenige verständen. Siehatteil auch verlangt, daß dafür gesorgt werden sollte, altchristlicheJünglinge Medizin studieren zu lassen, um den neuchristlicheil Ärztendieses Monopol aus den Händen nelimen zu können. Unerwarteter-weise ging Don Jväo gar nicht ans diese Klagen ein und erließ keinerleiBeschränkungen gegen die Marraneu.^) Auch die Untersuchung gegendie Mitschuldigen an Nunes' Tvd wurde, wie es scheint, geflissentlichin die Länge gezogen^) Es wird ausdrücklich berichtet, der Köllig habedamals deil Plan zur Einführung der Inquisition fallen lassend)Welchem Umstande hatten die bereits aufs Schlimmste gefaßten portu-giesischen Marranen diese Gunst zu verdanken? Ein Zufall, die Kühn-heit eines Abenteurers scheint anfangs eine günstige Umstimmungim Gemüte des schwachen, wankelmütigen Königs hervorgerufen zuhaben.
Ein aus dem dlchten Tunket herausgetreteuer Mann aus demfernen Osten, von dem man nicht weiß, ob er ein Betrüger oder einalles wagender Schwärmer war, und ob er eine messianische oder
U Herculano das. x. 208 fg., s. auch dieselbe blote 6.
h Herculano, das. x. 185 fg.
U Das. i>. 187.
h Nach Herculano, 195 Note, wurde der Prozeß im Februar 1525 ein-geleüet, und die Berichterstattung darüber erfolgte erst etwa Oktober 1527; das.x. 208 f., 209 blote.
h Italienische Information Note 6.